1. Haushalt weist ein dickes Minus aus

    Obernkirchen fehlen mehr als 2,7 Millionen Euro im Jahresergebnis

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    OBERNKIRCHEN (ih). Die Doppik zwingt zur Ehrlichkeit. Die Stadt Obernkirchen benötigte mehrere Anläufe, den neuen Haushalt 2008 zu verabschieden. Am vergangenen Montag gab der Finanzausschuss in einer außerordentlichen Sitzung nun grünes Licht. Dabei sahen sich die Ausschussmitglieder unangenehmen Wahrheiten gegenüber. Denn Obernkirchen steht mit einem dicken Minus im erwarteten Jahresergebnis 2008 dar. 2, 7 Millionen fehlen der Bergstadt im Jahresergebnis. Mit 522.300 Euro Kreditaufnahmen gibt es kaum noch Luft nach oben. Denn die Stadt ist gezwungen, unterhalb der Nettoneuverschuldungsgrenze von 541.500 Euro zu bleiben.

    Bürgermeister Oliver Schäfer erklärte, er hätte sich einen anderen Haushalt gewünscht, sei aber froh über den erreichten Konsens. Aus der SPD-Fraktion kamen kritische Fragen. Der Aufschwung sei in Obernkirchen wohl nicht angekommen. Mit den ständig schwankenden Einnahmen durch Schlüsselzuweisungen und Steuern käme die Stadt "gar nicht richtig weiter". Beate Krantz (CDU) verwies darauf, nach der Bilanzeröffnung noch einmal genauer auf das Investitionsvolumen zu schauen. "Wenn möglich, müssen wir noch weiter investieren," sagte Krantz im Hinblick auf marode Gebäude wie das Museum der Stadt. Einzig Martin Schulze-Elvert wollte die prognostizierten 2,7 Millionen nicht als lähmende Schulden verstanden wissen. Die neue Haushaltsführung sei eine kaufmännische. Also dürften auch die negativen Beträge als solche aufgefasst werden. Somit hätte Obernkirchen ein großes Wachstumspotential. Jeder kluge Geschäftsmann sollte derzeit "die Aktie Obernkirchen kaufen", so Schulze-Elvert.

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