1. Demonstranten fordern den "Bruch mit dem Kult" 80 Menschen positionieren sich gegen Agnes Miegel-Verherrlichung / Einige Demonstranten sitzen in Zügen fest

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    BAD NENNDORF (Ka). Zu einer friedlichen Demonstration trafen sich am vergangenen Sonnabend rund 80 Sympathisanten des "Bündnis gegen Agnes-Miegel-Verherrlichung", die ihre Forderungen in der Bahnhostraße, Poststraße und in der Kurhausstraße verkündeten.

    Rund 200 Polizisten waren im Einsatz, um den Treffpunkt am Bahnhofsvorplatz und den Citybereich in Höhe Hotel Hannover zu sichern. Die Zwischenkundgebung am Agnes-Miegel-Haus entfiel auf Grund des Sturmtiefs.

    Die "Antifa" reduzierte die Zusammenkunft vor dem Hotel Hannover und setzte den Appell "den Agnes-Miegel-Kult zu brechen". Im Hotel befanden sich zeitgleich die Mitglieder der Agnes-Miegel-Gesellschaft, die die Agnes-Miegel-Tage zum Gedenken an die Dichterin und Autorin zelebrierten. Die Demonstranten werfen der Dichterin vor, Adolf Hitler verehrt zu haben. Den Texten hingenen sei diese Verehrung allerings nicht anzumerken, hatte die Agnes-Miegel-Gesellschaft mehrfach betont. (SW berichtete).

    Die Einsparung der Zwischenkundgebung war nicht zuletzt auf die Orkanböen und somit auf die Bahnstrecken-Sperrung Hannover-Haste zu schließen. Ein umgestürzter Baum sorgte auf der Trasse für eine einstündige Zugverspätung, so dass einige Demonstranten in den Zügen festsaßen.

    Zeit genug für die Polizei im Vorfeld, dem Demonstrationsmelder und Sprecher der antifaschistischen Aktionsgruppe, Frank Gockel, mit den Statuten vertraut zu machen. Der Landkreis hatte einen Lautstärke-Pegel angeordnet, der nicht über 70 Dezibel steigen durfte. Zudem hatte sich der Kreis auch zu Bannergrößen und allgemeinen Versammlungs-Verhaltensmaßnahmen geäußert.

    Mit einer neuen Taktik warteten die Rechtsradikalen auf, so Landkreis-Dezernentin Ursula Müller-Krahtz. Sie hatten in der Nacht vor der Demonstration kurzfristig telefonisch eine Gegendemo anmelden wollen. Dieser Demonstration wurde nicht sattgegeben und der Landkreis erteilte ein Verbot. Foto: ka

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