EXTERTAL (km). Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland ist es längst unbestritten, dass die Altersvorsorge aufgrund der gesetzlichen Rentenversicherung allein nicht ausreicht um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Die notwendige Ergänzung bilden eine Vielzahl von freiwilligen Altersvorsorgemöglichkeiten. "Freiwillige Altersvorsorge lohnt für jeden," hat jetzt die Industrie- und Handelskammer Lippe festgestellt. "Die Vorsorge für die Zeit nach dem Arbeitsleben darf nicht zerredet werden," heißt es in einer Presse-Information, "sonst wird die Finanzierung des Lebensabends zu einem der größten Probleme unserer Gesellschaft." Alle Bürger müssten sich daher bereits heute mit der Thematik auseinander setzen. Jeder sei aufgerufen, individuelle Lösungen zu finden. Dazu gehöre der Selbständige ebenso wie die Führungskraft, der Facharbeiter ebenso wie der Geringverdiener.Ein Produkt, das für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in diesem Zusammenhang von Interesse sei, sei sogenannte "Riester-Rente" - die allerdings kürzlich in die Schlagzeilen geraten sei. Zu Unrecht, meint der Arbeitskreis Versicherungsvertreter der Industrie- und Handelskammer Lippe. Das Gremium weist darauf hin, dass gerade für Geringverdiener der Abschluss einer Riester-Rente sinnvoll sei. Die staatliche Förderung belaufe sich bei Gering-verdienern auf bis zu 90 Prozent. Die Riester-Rente sei eine von vielen freiwilligen Vorsorgemöglichkeiten für eine angemessene Rente, die den Lebensstandard im Alter sichern helfe, befindet die IHK. Sie basiere während der Ansparphase auf einem Mix aus staatlicher Zulage und Eigenanteil. Die staatliche Zulage könne maximal 254 Euro betragen. Dazu kommt pro Kind eine weitere Zulage von 185 Euro, bei ab 2008 Geborenen sogar von 300 Euro. Voraussetzung sei, das vier Prozent des Einkommens im Jahr gespart würden. Der Eigenanteil bei Geringverdienern betrage dabei mindestens 60 Euro im Jahr. Im Rahmen der Eigenverantwortung müsse der Lebensunterhalt vorrangig durch den Einzelnen selbst gewährleistet werden, so die IHK: "Nur wer dazu nicht in der Lage ist, hat Anspruch auf staatliche Fürsorge. Mit der Behauptung, eine Riester-Rente lohnt sich nicht, weil im Alter eventuell Anspruch auf eine Grundsicherungsleistung besteht, kommt eine höchst bedenkliche Grundhaltung zum Ausdruck, die der staatlichen Fürsorgeleistung Vorrang vor der Eigenverantwortung des Einzelnen für seinen Lebensunterhalt einräumt. Das kann nicht überzeugen und ist ordnungspolitisch falsch. Mit der gleichen zynisch-pessimistischen Grundeinstellung könnte man sämtliche Sparvorgänge und in letzter Konsequenz auch die Erwerbstätigkeit einstellen und auf die Versorgung durch das Gemeinwesen (nicht erst im Alter) vertrauen."
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Zusätzliche Altersvorsorge ist in der heutigen Zeit ratsam
Angesichts der demografischen Entwicklung reicht die gesetzliche Rentenversicherung nicht aus / Industrie- und Handelskammer empfiehlt Riester-Rente
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