1. Lindhorst möchte als eigenständige Gemeinde wahrgenommen werden

    Rat bringt neue Verhandlungsgrundlage mit der Samtgemeinde auf den Weg / Kompromiss gefunden

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    LINDHORST. Seit einiger Zeit verfügt die Gemeinde Lindhorst über kein eigenes Verwaltungsgebäude mehr. Personal und Räume werden von der Samtgemeinde gestellt, die Mitarbeiter sind im Rathaus der Samtgemeinde untergebracht. Die Kosten dafür hat die Gemeinde Lindhorst zu tragen. Dies wurde in einer bis zum Ende letzten Jahres geltenden Verwaltungsvereinbarung festgehalten und von beiden Seiten unterzeichnet. Sie wird noch so lange als gültig betrachtet, voraussichtlich bis Ende März, bis eine neue Vereinbarung von beiden Seiten unterschrieben worden ist.

    Im Rat der Gemeinde Lindhorst wurde jetzt deutlich, dass die Gemeinde in dem neuen Vertrag auf mehr Eigenständigkeit pocht. Dies machte ein Antrag der SPD - Fraktion deutlich, der dem Gremium zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Danach legen die Verfasser Wert darauf, dass die Gemeinde Lindhorst eigenes Personal einstellt und beschäftigt. Die Gemeindeverwaltung soll in drei Räumen im Erdgeschoss des Samtgemeinde - Rathauses untergebracht werden, mit eigenem Briefkasten, wie ausdrücklich betont wird. Nur so habe die Gemeinde die Möglichkeit, sich von der Samtgemeinde abzugrenzen und als eigenständige Gemeinde wahrgenommen zu werden. Die Einrichtung eines Bürgermeister - Zimmers auf Hof Gümmer wird nicht weiter verfolgt. Mit ihrem Vorhaben beabsichtigen die SPD-Ratsmitglieder letztlich auch zu einer Kosteneinsparung zu gelangen. In seiner Stellungnahme zu dem Antrag wies SPD - Sprecher Horst Schimmelpfennig darauf hin, dass die beiden benötigten Verwaltungskräfte nicht unbedingt neu eingestellt werden müssten, sondern auch die Beschäftigung von Samtgemeinde - Personal möglich sei, "wenn die Bedingungen stimmen."

    CDU-Ratsmitglied Heinz Brunkhorst hält die Einstellung von eigenem Personal durch die Gemeinde "für äußerst bedenklich," wie er erklärte. Vor dem Hintergrund der eingeschränkten finanziellen Situation der Gemeinde, die zur Konsolidierung zwinge und keine Neuausgaben erlaube, regte er an, mit der Samtgemeinde Gespräche über ein realisierungsfähiges Personalkonzept zu führen. Auf diese Weise halte die Gemeinde sich trotzdem Möglichkeiten bis hin zur Neuanstellung durch die Gemeinde offen. Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung verständigte sich der Rat darauf, den von der SPD vorgelegten Antrag um einen Nebensatz zu ergänzen. Darin wird festgehalten, dass auch mit der Samtgemeinde nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden soll. Der Rat stimmte dem Antrag mit klarer Mehrheit bei einer Enthaltung zu. Jetzt kann mit der Samtgemeinde verhandelt werden. Foto: privat

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