1. Belastung ist den Bürgern nicht mehr zuzumuten

    L 439 in katastrophalem Zustand / Die zugesagten Ausbaupläne sollen umgesetzt werden

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    AUETAL (tt). Schneller als erwartet kam auf Einladung des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Rat der Gemeinde Auetal, Hans-Jürgen Bethge, der Landtagsabgeordnete Heiner Bartling ins Auetal, um mit den Kommunalpolitikern aktuelle Themen zu erörtern. Dabei ging es ganz besonders um den Ausbau der Landesstraße 439, die nach Regenfällen und starker Belastung durch den Schwerlastverkehr an einer Stelle schon halbseitig abgesackt ist. (wir berichteten).

    Hattendorfs Ortsvorsteher Helmut Meier legte eine Liste vor, aus der die unendliche Geschichte der Landesstraße ersichtlich wird. Denn schon im Jahr 1988 wurde der Ausbau in das Landesraumordnungsprogramm aufgenommen.

    Zehn Jahre später wurde ein erster Teilabschnitt in der Ortsdurchfahrt Hattendorf fertig. In weiteren Abschnitten war geplant, den gesamten Ausbau voranzutreiben. Doch bis heute sind lediglich die Teilstücke zwischen Rehren und Hattendorf (in abgespeckter Form) und zwischen Hattendorf und Antendorf fertig. Der Abschnitt zwischen Antendorf und Gut Nienfeld auf Auetaler Gebiet sollte bereits im Jahr 2000 (vor der EXPO) fertig gestellt sein. Auf mehrmalige Anfrage bei Politikern und dem Straßenbauamt in Hameln bekamen die Auetaler Politiker stets die Auskunft, dass zurzeit kein Geld vorhanden sei, obwohl alle Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind. Inzwischen ist die Straße zu einem Verkehrsproblem geworden.

    Besonders dann, wenn auf der Bundesautobahn A2 Unfälle oder Baustellen den Verkehr zwingen, auf Umleitungsstrecken auszuweichen. Offiziell heißt es bei den Behörden in Hannover und Hameln, die L 439 ist keine Umleitungsstrecke, doch die Realität sieht anders aus.

    Zum Teil staut sich der Schwerlastverkehr von Pohle bis zurück zur Anschlussstelle der Autobahn in Rehren. Bartling, Auetals Bürgermeister Priemer und die Ortsvorsteher Bethge und Meier überzeugten sich vor Ort von der dringenden Notwendigkeit des Ausbaues und forderten schnellste Abhilfe. "Die Bundesautobahn ist zur Dauerbelastung der Anlieger-Orte und deren Bürger geworden, darum müssen hier Prioritäten gesetzt werden", macht der SPD-Landtagsabgeordnete deutlich.

    Er will sich nun bei der Landesregierung dafür einsetzten, dass bei der Verteilung der Gelder für den Straßenaus- und –Neubau, die bereits zugesagten Ausbaupläne nun endlich eingehalten werden. "Wir sind es leid, immer wieder auf Dinge aufmerksam zu machen und einzufordern, die schon längst erledigt sein müssten", so übereinstimmend Hans-Jürgen Bethge und Helmut Meier. Die angedachte Lösung, mit Hinweisschildern und Verbotsschildern die Straße zu entlasten und den Schwerlastverkehr über die Landesstraße 443 umzuleiten, halten die Ortsvorsteher für nicht fair. "Dadurch wird das Problem nicht behoben, sondern nur auf die andere Seite der Autobahn und des Auetals verlagert.

    Foto: tt

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