1. Noch immer kein Licht am Sportplatz-Horizont Mitgliederzahlen gehen entgegen dem demografischen Trend nach oben / Mehr Angebote für Jugendliche ab zwölf Jahren

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    KRANKENHAGEN (ste). Der demografisch Trend in der Stadt Rinteln zeigt nach unten; die Mitgliederentwicklung im TSV Krankenhagen geht nach oben. Ein Zeichen dafür, dass es im Verein so richtig gut läuft. Vorsitzender Karl-Heinz Struckmann freute sich dann auch auf der Jahreshauptversammlung, dass die Schallmauer von 800 durchbrochen werden konnte und Lennart Jäschke als Jubiläumsmitglied in den Verein aufgenommen wurde.

    Vorsitzender Karl-Heinz Struckmann zeichnet Siegfried Dittmann und Willi Edler für 60 Vereinsjahre aus.

    Manfred Kant, Heinrich "Heino" Kuhlmann und Wulf Anke werden für ihre Vereinstreue geehrt.

    Bemerkenswert sei auch, so Struckmann, dass der Verein 327 Kindern und Jugendlichen Sport ermögliche. Sport sei das richtige Mittel, um der ständig fortschreitenden Übergewichtigkeit der Bevölkerung entgegen zu wirken.

    Kritik übte der Vorsitzende am Engagement der Stadt, wenn es um die Sportanlagen im Dorf gehe. So habe der Verein bereits 2005 auf die missliche Situation hingewiesen und getan habe sich definitiv zu wenig. Auch die Tatsache, dass der DFB und NFV den Antrag der Grundschule Krankenhagen auf ein Kunstrasen-Kleinfeld abgelehnt habe, sei nicht nachvollziehbar.

    Aus den Sparten des Vereins heraus konnte eine überaus erfolgreiche sportliche Arbeit bilanziert werden. So berichtete Christel Struckmann von Präventions- und Rehasport für geistig behinderte Kinder und Jugendliche und stellte heraus, dass Sport diesen Menschen besonders gut tut und sie in ihrer Entwicklung fördert.

    Für Volleyball stellte Jutta Hilker-Bastian die bislang schlechteste Saison überhaupt vor. Drei Mannschaften sind gemeldet und überall mussten Spiele aufgrund von Verletzungen als verloren abgegeben werden.

    Neben dem Sport ist für die Gruppe "Fit und Aktiv in der zweiten Lebenshälfte" die Geselligkeit ganz wichtig und die wird auch gepflegt, sagte Annegret Hoffmann, die auch über Beckenbodentraining, Nordic- und Stick-Walking sowie das Rücken-Fit-Programm berichtete.

    Das Eltern-Kind-Turnen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. An Übungsleitern und engagierten Frauen mangelt es hier nicht. Ganz neu soll ein Sportprogramm für Jugendliche ab zwölf Jahren eingerichtet werden: "Die hängen derzeit noch auf der Straße rum und machen einfach zu viel Dummheiten", so Christel Struckmann, die mehr Hallenzeiten für solche Angebote forderte.

    Eine Kooperation hat der TSV mit der Grundschule geschlossen. Dort unterrichten Karl-Heinz Struckmann und Christel Struckmann die Kinder sportlich.

    Große Probleme bereitet die Lagerung von Sportgeräten. Durch die Enge werden einige Materialen über Gebühr abgenutzt. "Manche 40 Jahre alten Barren, Bänke oder Reckstangen sind wahre Monster und können gar nicht von einem alleine bewegt werden", klagt Christel Struckmann, die die Qualität des Unterrichts dadurch eingeschränkt sieht.

    Deutlich positiver stehen die Zeichen für die Cheerleader "Black Jack", die auf 25 Mitglieder angewachsen ist.

    Bei den anstehenden Vorstandswahlen im TSV Krankenhagen gab es kaum Veränderungen. Als zweiter stellvertretender Vorsitzender übernahm Oliver Düwel das Amt von Karin Winter. Jessica Kuhlmann ist neue dritte stellvertretende Vorsitzende. Für die Organisation zeichnet sich jetzt Björn Möller für den scheidenden Detlef Sundermann verantwortlich.

    Spartenleiter Fußball wurde Soeren Voigt.

    Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Wulf Anke, Manfred Kant und Beate Formann (alle 25 Jahre), Hermann Schermer und Vereinswirt Heino Kuhlmann für 40 Jahre, Heinz Rehmert für 50 Jahre und Siegfried Dittmann, Fritz Kuhlmann und Willi Edler für 60 Jahre ausgezeichnet.

    Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an