1. Nach den Sommerferien fällt der Startschuss für die Ganztagsschule

    Betreuungsangebot sieht verschiedene Varianten vor / Finanzielle Zusage noch ungewiss

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    AUETAL-REHREN (tt). Nachdem die politischen Gremien und die Verwaltung der Gemeinde Auetal die Umgestaltung der Grundschule in eine Ganztagsschule beschlossen haben, hat nun auch das Kultusministerium grünes Licht gegeben. (wir berichteten). Jetzt beginnt die Arbeit für Schulleiter Carl Gundlach und sein Team. "Wir machen zur Zeit eine erste Umfrage unter den Eltern der Erst- bis Drittklässler und der Kindergärten, um den Bedarf an Ganztagsplätzen zu ermitteln", so Gundlach. Dann müssen die erforderlichen Baumaßnahmen mit der Gemeinde abgesprochen werden. Der Musikraum soll als Mensa umgebaut und die Küche zusätzlich ausgestattet werden. "Wir benötigen einen großen Geschirrspüler, Geschirr und Mobiliar für die Mensa sowie Spielsachen", so der Schulleiter. Um auch in Zukunft Energie zu sparen, müssten allerdings auch die Heizkreise im Schulgebäude verändert werden, damit am Nachmittag nicht die gesamte Schule beheizt werden muss. Für die Betreuung der Kinder hat Gundlach mit den Lehrkräften und dem Schulvorstand zwei mögliche Varianten erarbeitet. "Das hängt natürlich auch davon ab, wie viel Geld uns zur Verfügung steht", so der Schulleiter weiter. Zwar ist vom Land ein Budget für die Ganztagsschulen zugesagt worden, doch wie hoch dieser Betrag ausfällt, ist noch völlig offen. "Wir möchten die Kinder in feste Gruppen einteilen und für jede Gruppe sollte ein Betreuer oder eine Betreuerin zuständig sein", erläutert Gundlach. In jedem Fall soll der Ganztagsbetrieb nach dem "normalen" Schulalltag mit einem gemeinsamen Mittagessen beginnen. Die Teilnahme am Essen soll für alle Kinder verpflichtend sein. Bezahlt werden müssen die Mahlzeiten von den Eltern. "Hier werden wir sofort bei der Anmeldung eine Einzugsermächtigung fordern, damit es keine Probleme mit den Zahlungen gibt", sagte Gundlach. Von 13 bis 13.30 Uhr soll in Begleitung der Bezugsperson gegessen werden. Danach ist eine 15-minütige Pause vorgesehen, in der die Kinder ebenfalls beaufsichtigt werden. "Feste Gruppen halte ich für pädagogisch sinnvoll. Die Kinder kennen sich dann schnell untereinander und ihre Bezugsperson, zu der sie engen Kontakt aufbauen können", so Gundlach. Für die letzten 75 Minuten des Nachmittages bis 15 Uhr stellt sich der Schulleiter zwei mögliche Varianten vor. In Variante 1 käme je Gruppe eine zweite Betreuungskraft hinzu. Gemeinsam würden die beiden Kräfte dann die Kinder bei den Hausaufgaben betreuen und danach Spiel und Sport anbieten. Variante 2 sieht vor, dass die Kinder zunächst in ihrer Gruppe die Hausaufgaben erledigen und danach, je nach Interesse und Neigung, verschiedene Angebote mit Kindern aus anderen Gruppen wahrnehmen. Das könnten zum Beispiel musische Angebote in Zusammenarbeit mit der Kreisjugendmusikschule sein, sportliche Aktivitäten mit Unterstützung der Auetaler Sportvereine oder künstlerische Angebote wie malen oder basteln. Auch sein neues Projekt "Eltern als Experten" möchte der Schulleiter in die Ganztagsbetreuung übernehmen. Vier ehrenamtliche Helferinnen haben an einem Kurs der Volkshochschule teilgenommen und sich zu pädagogischen Mitarbeitern ausbilden lassen. Sie bieten schon jetzt, im Rahmen des Unterrichts, AGs in den dritten und vierten Klassen an. Entspannung, Englisch, künstlerisches Gestalten mit Stoffen und Arbeiten mit Ton werden von den ehrenamtlichen Helferinnen in einer Stunde pro Woche angeboten. "Das muss im Rahmen der Ganztagsschule natürlich von der Gemeinde bezahlt werden", fordert Gundlach. Der Schulleiter rechnet damit, dass von den 300 Schulkindern etwa 100 das Ganztagsangebot an drei Tagen in der Woche wahrnehmen werden. Foto: tt

    Schulleiter Carl Gundlach.

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