1. Gleich fünf Landfrauen werden für ihre 60-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt

    Jahreshauptversammlung gut besucht / Anzahl der Mitglieder bleibt mit 334 weiterhin stabil

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    RINTELN/HESS. OLDENDROF (km). Zur Jahreshauptversammlung des Landfrauenvereins Rinteln/Hessisch Oldendorf konnten die Vorsitzenden Anne-Marie Strüve und Sigrid Dohm in der Hessisch Oldendorfer Stadthalle jetzt fast 200 Mitglieder begrüßen. Im Mittelpunkt der Erinnerungen standen dabei die vielfältigen Ereignisse des vergangenen Jahres - vor allem die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Vereins.

    Hedwig Marquardt, Lily von Kuenheim und Lina Homeier gehören dem Verein bereits seit 60 Jahren an - ebenso wie (nicht im Bild) Luise Brandsmeier und Lisa Renzel.

    Für fast 200 Frauen aus dem Gebiet der alten Grafschaft Schaumburg wird nach Abwicklung der offiziellen Tagesordnung Kaffee und Kuchen serviert.

    Den Festvortrag unter dem Thema "Zukunft im ländlichen Raum" hatte Brigitte Scherb, die Vorsitzende des Niedersächsischen Landfrauenverbandes, gehalten. An gleicher Stelle, in der Oldendorfer Stadthalle, hatte zum Auftakt des Jubiläums-Jahres bereits ein besonders hochrangiger Gast begrüßt werden können: Beim Kreislandfrauentag referierte Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann über "die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft". -

    Der Jahresbericht von Schriftführerin Erika Edeler bestätigte einmal mehr, dass der Landfrauenverein auch 2007 wieder ein gleichermaßen informatives wie auch unterhaltsames Programm aufzuweisen hatte. Und bei den meisten Vortragsveranstaltungen, deren Substanz Erika Edeler noch einmal in aller Ausführlichkeit revue passieren ließ, konnte erneut eine sehr gute Resonanz verzeichnet werden. Zu den meist frequentierten Highlights zählten unter anderem der zweite Neujahrsempfang, erneut in Todenmann, die Adventsfeier in Großenwieden sowie der Adventsgottesdienst in der Nikolai-Kirche mit Heidrun Kuhlmann. Wiederum erfolgreich - jeweils mit einer breiten Palette selbstproduzierter Produkte - konnten sich die Landfrauen unter anderem auch bei einigen rustikalen Großveranstaltungen präsentieren. Die Frühlings- und Sommer-Zeit war für die Landfrauen Reise-Zeit, wobei Organisatorin Heide Paulig wieder einmal ganze Arbeit geleistet hatte. Auch im laufenden Jahr sind wieder zahlreiche kleinere und größere Ausflüge geplant. Für die zehntägige Rundreise im Juni durch Schottland werden noch weitere Interessentinnen gesucht. 32 haben sich immerhin schon angemeldet. Tagesfahrten sind unter anderem nach Hannoversch Münden (am 20. Mai) und ins Freilichtmuseum nach Detmold (am zweiten Juni) geplant. Als besonderes Privileg empfanden die Vereins-Vorsitzenden auch in diesem Jahr ihre Aufgabe, einige besonders treue Mitglieder zu ehren. An erster Stelle genannt wurden dabei gleich fünf Damen, die dem Verein bereits seit 60 Jahren angehören: Hedwig Marquardt (Wickbolsen), Luise Brandsmeier (Krankenhagen), Lily von Kuenheim (Westendorf), Lisa Renzel (Segelhorst) und Lina Homeier (Deckbergen). Für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Minna Bonorden (Borstel), Cilli Meier (Bensen) und Gerda Deichmann (Großenwieden). Seit 40 Jahren dabei sind Elisabeth Deppmeier, Elfriede Weiß (beide Rumbeck) und Annegret Depping (Welsede), seit 25 Jahren Erika Bode (Uchtdorf), Gisa Radler (Exten) und Maria Bruns (Rinteln).

    Mit Zufriedenheit wies Anne-Marie Strüve am Ende schließlich auf die gute Stabilität in Sachen Mitgliederbestand hin: Mit 347 Damen konnte die Zahl gegenüber dem Vorjahr im Lot gehalten werden. Ein wenig Kritik wurde allein bei der finanziellen Belastung des Vereins laut: Über neun der 15 Euro Jahresbeitrag, rechnete Anne-Marie Strüve vor, müssen regelmäßig an übergeordnete Verbände und Einrichtungen abgegeben werden. Nach Abwicklung der offiziellen Tagesordnung und Kaffeepause wartete dann noch ein interessanter Vortrag auf die fast 200 Versammlungs-Teilnehmerinnen: "Ist heute Donnerstag oder Sommer?" lautete das Thema eines Vortrags, bei dem es um Gedächnistraining ging. Dorothee Rottmann-Heuer von der Ländlichen Erwachsenen-Bildung ging in ihrem Vortrag zunächst auf die Funktionsweise des menschlichen Gehirns und Gedächtnisses ein: Informationen werden über das Kurzzeitgedächnis aufgenommen und dann günstigenfalls im Langzeitgedächtnis gespeichert.

    Aber nur das, was ständig vom Gehirn "benutzt" werde, so die Referentin, könne aus dem Langzeitgedächtnis wieder zurück geholt werden. Und je älter der Mensch sei, desto länger dauere "die Umwandlung vom Impuls zur Materie". Dorothee Rottmann-Heuer konkretisierte in dem Zusammenhang, dass das Kurzzeitgedächtnis zum Beispiel bei Kummer, Sorgen und Schmerzen anfällig reagiere - und nicht zuletzt deshalb regelmäßiges Training erfordere. Nach dem Motto "fünf Minuten täglich fürs Gehirn" empfahl die Referentin den Landfrauen schließlich einige praktische Übungen zur Konzentration, Merkfähigkeit und Wortfindung. Foto: km

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