1. "Einmal die Weser im Himmel sehen..."

    Grünes Licht für Eg Witts künstlerisches "Strahl"-Projekt / Start vermutlich 2008

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    RINTELN (km). "Einmal die Weser im Himmel sehen...": Das war der Traum - den sich der Rintelner Künstler Eg Witt wohl in absehbarer Zeit erfüllen kann. Nach rund zweijähriger Vorbereitungszeit haben jetzt praktisch alle Ämter und Behörden für den "Strahl" grünes Licht gegeben. Vermutlich Anfang nächsten Jahres soll die Installation am Weserufer unmittelbar vor dem Freibad in Betrieb genommen werden.

    Nur wenige Meter westlich soll der "Strahl" einen der Krümmung der Weserbrücke analogen Bogen beschreiben.

    Etwa drei Mal pro Tag soll dann für einige Minuten ein Wasserstrahl über die Weser in Richtung Sankt-Sturmius-Kirche geschickt werden - und neben dem künstlerischen Aspekt nicht zuletzt auch eine neue touristische Attraktion darstellen. "Strahl" - so hat Eg Witt seine Aktion tituliert: Eine "Dauerinstallation mit original Weserwasser". Just an der Stelle, von wo aus der "Strahl" auf seine rund 80 Meter lange Reise gehen soll, schlug der Künstler am Montag ein entsprechend lakonisch beschriftetes Schild in den Boden. Bei den Vorbereitungen wurden unterdessen einige Probleme organisatorischer wie technischer Art gelöst. Während das praktisch komplett unterirdisch geplante Pumpen-System zumindest auf dem Reißbrett bereits bestens funktioniert, konnten auch diverse logistische Ungereimtheiten begradigt werden. So soll zum Beispiel ein "Strahlmeister" jeden Tag vor Ort zur Stelle sein, um die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten. Zuletzt hatte es noch einige Irritationen gegeben, weil unmittelbar dort, wo die Installation geplant ist, demnächst ein Radweg gebaut werden soll. Was aber offenbar kein Problem darstelle, wie Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bei einem Treffen mit Witt und Vertretern der genehmigungsmäßig involvierten Ämter versichert haben soll.

    Neben dem Künstler zeigte sich auch Wolfgang Stoff vom "Freundeskreis Eg Witt" zufrieden, der auf der Suche nach potenten Sympathisanten im pekuniären Bereich gute Erfolge vorweisen konnte. Dem Vernehmen nach soll bereits mehr als die Hälfte der sechsstelligen Kosten für das künstlerische Großprojekt eingesammelt worden sein. Für den Rest werden allerdings immer noch spendable Mäzene gesucht. Witt hatte sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach das Wasser gleichsam als Transportmedium künstlerischer Intentionen ausgesucht - zum Beispiel seine "Gegen den Strom"-Initiative. Es bestehe die Möglichkeit, so der Meister auch über sein neues Projekt, "mit Wasser etwas sehr Wirksames und vor allem auch ein verbindendes Symbol im Wesertal zu schaffen." In der künstlerische Selbstdiagnose begreift Witt seine Arbeit "im Grunde genommen als eine Skulptur, weil hier nicht Holz, Marmor, Eisen oder Bronze geformt werden, sondern Wasser der Werkstoff ist." Foto: km

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