TODENMANN (ste). Im September 2007 ließ sich der Ortsrat Todenmann von der Firma "Dynaenergetics GmbH & Co KG" aus Burbach über die beabsichtigten Sprengungen in der Berghütte Barbara in Kleinenbremen informieren. Das Prinzip dieser Sprengungen, bei denen Metalle durch den starken Sprengdruck miteinander verbunden werden, wurde gut erläutert und die Auswirkungen auf die Anwohner und die Umwelt als unbedenklich dargestellt. Dies sei auch, so hieß es, durch entsprechende Prüfungen durch die Aufsichtsbehörden belegt. Da aber die damals anwesenden Ortsratsmitglieder skeptisch blieben, wurde mit Dynaenergetics vereinbart, den Ortsrat zu Probesprengungen einzuladen und in einer weiteren Informationsveranstaltung über alle Ergebnisse und über die Auswirkungen auf das Umfeld zu informieren.
An diese Vereinbarung hat sich die Firma nicht gehalten. In einem Schreiben vom 18. Januar 2008 an die Firmenleitung kritisieren die Ortsratsmitglieder von CDU und FDP von Todenmann dieses Verhalten. Wörtlich heißt es dort: "Wir sehen Ihr Verhalten darin begründet, dass Sie wohlweislich der tatsächlichen Auswirkungen auf die Anwohner und die Umwelt nicht an einer intensiveren Einbindung des Ortsrates Todenmann in Ihre Arbeit interessiert gewesen sind, mit anderen Worten, Sie haben unsere Bedenken bewusst ignoriert."
Inzwischen wird der Protest vor allem in der Nachbargemeinde Kleinenbremen massiver. Hier fand bereits eine Bürgerversammlung statt, an der auch die Ortsratsmitglieder aus Todenmann teilnahmen. Hier wurde nun durch entsprechendes Filmmaterial über derartige Sprengungen deutlich, wie die Auswirkungen wirklich sind. Der SPD Ortsverband in Todenmann und die CDU/FDP-Gruppe des Ortsrates Todenmann wenden sich in separaten Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Rinteln mit der Bitte, seinen Einfluss dahingehend geltend zu machen, die Ansiedlung dieses Sprengbetriebes zu verhindern.