1. Neues Nutzungskonzept und 135 000 Euro Ausgaben

    Ehemaliges Asylbewerberheim soll saniert werden / Großraumbüro und "Backhaus Aktiv"

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    RODENBERG (pd). Beim Rundgang durch das marode Gebäude konnte sich wohl kaum einer der Ratsvertreter und Beisitzer vorstellen, dass in dem ehemaligen Asylbewerberheim an der Deisterstraße schon in wenigen Wochen ein modernes Großraumbüro etabliert werden kann. Genau das hat Stadtdirektor Uwe Heilmann den Teilnehmern des Ortstermins bekannt gegeben. Als zweite Mieterin steht Marlies Weigelt mit ihrem "Backhaus Aktiv" in den Startlöchern. 135 000 Euro wird die Stadt für die umfangreichen Sanierungsarbeiten in die Hand nehmen. Das Projekt "Garagen an der Suntalstraße" wird auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

    Weil er vor der Bauausschusssitzung von den beiden Ratsherren Sebastian Klein und Volker Dahle (CDU) wegen einer ihrer Ansicht nach unbefriedigenden Informationspolitik massiv angegriffen worden war, nutzte Heilmann die Sitzung auch, um Fakten auf den Tisch zu bringen. Bei den Ausführungen von Heilmann kam auch zum Ausdruck, dass bei den Entscheidungen schnelle Entschlüsse gefragt gewesen seien. Ein potentieller Interessent, der das Obergeschoss des Gebäudes als Bürotrakt nutzen möchte, wünschte klare Aussagen. Jetzt sieht es so aus, dass ein Rodenberger Unternehmen zum 15. April als Hauptmieter einziehen wird.

    In den Beratungen zum Haushalt der Stadt seien diese Fakten noch nicht klar gewesen, räumte der Stadtdirektor ein. Beim Neujahrsempfang habe er in einem Gespräch mit Fraktionsvertretern im Rat "Grünes Licht" für die Pläne bekommen. Die Verwaltung habe vorab natürlich sehr genau geprüft, ob sich eine Kommune wie Rodenberg so eine Sanierung überhaupt leisten könne. "Wir können nicht immer wieder neue Projekte anschieben". Jetzt soll der Gebäudekomplex an der Deisterstraße 17, 1994 als Auffangstation für Asylbewerber errichtet, zügig saniert werden. Heilmann hofft, dass das Gros der Arbeiten bis zum gewünschten Einzugstag des Hauptmieters auch erledigt ist. Dafür brauche man aber auch zügige Entscheidungen in den politischen Gremien.

    120 000 Euro sind zunächst als Kosten angesetzt, doch schon jetzt scheint festzustehen, dass darüber hinaus wohl noch 15 000 Euro benötigt würden. Klare Kostenpläne lagen bei der Bauausschusssitzung noch nicht vor. Weil einige Wände herausgerissen werden müssen und ein marodes Gebäude doch noch einige Überraschungen bereithalten könnte, müsse wohl von einer Summe von rund 135 000 Euro ausgegangen werden, so die Prognosen der Verwaltung.

    Im Erdgeschoss möchte Marlies Weigelt mit ihrer Einrichtung "Backhaus Aktiv" einziehen. Die linke Hausseite ist dafür vorgesehen. Auch Duschen, Umkleideräume und Büros sollen hier eingerichtet werden. Im südlichen Trakt könnten ein größerer und ein kleinerer Sitzungsraum geschaffen werden.

    Im Erdgeschoss sehen die Pläne der Verwaltung auch Toiletten, eine kleine Küche und eine Cafeteria vor. Im Mai möchte Marlies Weigelt ihre neuen Räume spätestens beziehen. Sie wird aller Voraussicht nach auch für das Gebäudemanagement zuständig sein.

    Volker Dahle (CDU) zeigte sich vom Grundsatz her zufrieden mit den Antworten von Stadtdirektor Heilmann. "Warum konnte das alles nicht in der Einladung zur Bauausschusssitzung stehen?", wollte Dahle dann aber noch wissen. Ihn interessierte außerdem, ob unter Umständen auch noch weitere Mieter in das Gebäude einziehen könnten. "Wenn wir Geld verdienen können, nehmen wir das natürlich gerne mit", antwortete Heilmann. Wenn die Räume für die beiden Mieter hergerichtet seien, könne man sich weitere Schritte überlegen. Einstimmig sprach sich der Fachausschuss dafür aus, Gelder für die Sanierung des Hauses zur Verfügung zu stellen. Foto:pd

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