AUETAL-REHREN (tt). Man nehme 350 Gramm Kokosfett, eine Futtermischung für Wildvögel, verfeinert die Mischung mit Nüssen und Rosinen und man hat die Füllung für eine "Meisenglocke". Diese grobe Anleitung diente den 15 Kindern und Jugendlichen im künftigen Rehrener Jugendtreff natürlich nur als Unterlage, wie genau eine selbst hergestellte "Futteranlage" für Meisen und Sperlinge aussieht, zeigten ihnen der Jugendwart vom NABU-Auetal, Marc Jameson und die Auetaler Jugendpflegerin Anne Matthias, die gemeinsam diese Aktion für die Kinder durchführten. Meisen, Spatzen und andere Vogelarten, die in unseren Breitengraden überwintern, haben nur dann eine Chance zu überleben, wenn sie in der Natur reichlich Futter finden. Besonders dann, wenn Schnee und Frost die Suche erschweren, sollte der Mensch eingreifen und Futterstellen schaffen. "Die Meisenglocke ist schnell und preiswert herzustellen", wusste Marc Jameson zu berichten, der alle Utensilien mitgebracht hatte. Das Kokosfett wird so erwärmt, dass es rührfähig ist und mit der Futtermischung vermengt werden kann. Der warme "Brei" wird in einen Blumentopf aus Ton gedrückt, durch das Loch im Topf wird ein stabiles Band gebunden und in die Futtermischung ein Stöckchen geschoben. Zur Abkühlung und Festigung der Masse kommt der Topf in den Kühlschrank. Heraus kommt für die Vögel eine schmackhafte und nahrhafte Futtermischung, die sie gern annehmen. "Darum solltet ihr den Topf auch in die Nähe eures Hauses hängen, damit ihr die Vögel gut beobachten könnt", gab der Jugendwart den Kindern noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Wichtig dabei ist auch, die Futterstelle so anzubringen (am besten in einen Ast eines Baumes) damit keine Katzen an die Stelle gelangen. Weniger ist oftmals mehr, darum gab es auch noch den Hinweis, nicht überall im Garten Futterstellen einzurichten, sondern nur wenige, damit die Vögel weiterhin suchen müssen und nicht "verwöhnt" werden. Wichtig sei auch, bei Minusgraden und winterlichen Verhältnissen regelmäßig zu füttern und die Futterstelle sauber zu halten. Foto: tt
Die Kinder zeigen wie der Meisentopf aussieht, wenn er fertig ist.