BAD NENNDORF (pd). Die deutsch-weißrussische Produktion "Babij Jar" aus dem Jahr 2003 geht auf eines der fürchterlichsten Massaker des Zweiten Weltkrieges zurück.
Unter dem Motto "Das vergessene Verbrechen" zeigt das Bündnis gegen Rechtsextremismus "Bad Nenndorf ist bunt" den Film am Montag, 4. Februar, ab 19.30 Uhr im Kurtheater von Bad Nenndorf.
Am 29. September 1941 und am folgenden Tag wurden – Monate vor der berüchtigten Wannseekonferenz – 33.771 Juden aus Kiew durch SS-Sonderkommandos erschossen. Die Juden wurden dazu in Lastwagen zu der Schlucht "Babij Jar" gefahren. Dort mussten sie in kleineren Gruppen in die Schlucht gehen und sich in Reihen aufstellen. Sie wurden sofort erschossen. Einige der Opfer konnten noch auf dem Transport entkommen, anderen gelang schwer verletzt die Flucht.
Sie konnten später davon berichten.
Bis zur Befreiung Kiews am 5. November 1943 durch die sowjetische Armee wurden in der Schlucht "Babij Jar" mehr als 200 000 Menschen ermordet: Russen, Ukrainer, Weißrussen, weitere Juden. Der halbdokumentarische Schwarz-Weiß-Film (FSK: ab 16 Jahre) macht durch das Schicksal der Familie Lerner die Verbrechen des Nazi-Terrors eindrucksvoll sichtbar.
Was bringt Menschen dazu, Freunde zu verraten? Oder umgekehrt:
Menschen zu helfen und dabei das eigene Leben aufs Spiel zu setzen?
Der Eintritt zu diesem 3. Antifaschistischen Filmabend von "Bad Nenndorf ist bunt" ist frei, Spenden sind willkommen.
Neonazis, Mitglieder rechtsradikaler Organisationen und deren Anhänger haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt.