1. Wähler in Waltringhausen dürfen zweimal an die Urne

    Mitarbeiter von Wahlforschungsinstitut bitten zur anonymen Umfrage zur Erstellung der Wahlprognose

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    WALTRINGHAUSEN (bb). Im Wahllokal in der Mehrzweckhalle in Waltringhausen haben Mitarbeiter des Wahlforschungsinstituts "Infratest Dimap" die Wähler nach der eigentlichen Stimmabgabe noch ein zweites Mal an die Urne gebeten. Die Ergebnisse der anonymen Umfrage trugen dazu bei, dass die ARD schon kurz nach dem Ende der Wahl eine erste Prognose der Landtagswahlergebnisse ausstrahlen konnte.

    Viele der Wähler in Waltringhausen beteiligen sich an der Umfrage von "Infratest Dimap".

    Herbert Kruppa, Wahlhelfer in Waltringhausen, überprüft, wie viele Bürger bisher abgestimmt haben.

    Beim Einwurf des Stimmzettels in die Urne helfen auch Nichtwahlberechtigte gern mit.

    NEDGBB06e: Die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde Nenndorf liegt über dem Kreisdurchschnitt.

    Werner Kosch und Brigitte Soester, Mitarbeiter von "Infratest Dimap", erklärten, dass die meisten Bürger sehr aufgeschlossen auf die Bitte um eine Beteiligung an der repräsentativen Umfrage reagieren würden.

    "Infratest Dimap" fordere, dass sich mindestens 70 bis 80 Prozent der Wähler in den ausgewählten Wahllokalen an der Aktion beteiligen.

    Diese Quote lasse sich auch problemlos erreichen, berichtete Kosch.

    Die Bürger müssen einen Umfrageschein ausfüllen, auf dem sie angeben sollen, wie sie gerade abgestimmt haben. Hinzu kommt die Angabe des Alters, des Geschlechts und darüber, wie sie bei der Wahl vor fünf Jahren votiert haben.

    Jeder fünfte Zettel fragt weitergehende Angaben ab, wie etwa den Bildungsgrad, den Beruf und die Konfession.

    Alle Informationen bleiben anonym.Werner Kosch und Brigitte Soester meldeten jede Stunde die ermittelten Daten telefonisch in eine zentrale Annahmestelle von "Infratest Dimap" nach München. Hier bearbeiteten die Spezialisten des Wahlforschungsinstituts die Informationen aus Waltringhausen. Hinzu kommen die Umfrageergebnisse von anderen Wahllokalen, verteilt in ganz Niedersachsen. Die Daten werden dann direkt ins ARD-Studio weitergegeben, so dass schon kurz nach Wahlschluss die erste Prognose ausgestrahlt werden kann.

    Außerdem lassen sich differenzierte Analysen aus der Umfrage entwickeln. Etwa, welche Wählerwanderungen zu verzeichnen sind, oder welche Alters- oder Berufsgruppen welche Partei gewählt haben.

    Foto: bb

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