1. Die Stimmen des Bückeberges

    NABU-Jugendwart pirscht mit Kindern durch den Wald

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    AUETAL (tt). Die typische Stimme des Waldes hört man schon von weitem: das heisere Rätschen des Eichelhähers. Er warnt andere Wildtiere vor drohenden Gefahren. Tatsächlich wird man kaum einen Waldspaziergang machen können, ohne dass der Vogel irgendwann lautstark auf den Besucher aufmerksam macht.

    Diese Erfahrung machten auch sieben Kinder, die mit dem Jugendwart vom Auetaler Naturschutzbund (NABU), Marc Jameson, durch den Bückeberg pirschten, um den Stimmen des Waldes zu lauschen. Während die Eichelhäher ihre Warnung ausriefen, kreiste ein Mäusebussard auf Nahrungssuche über den Köpfen der Gruppe und stieß sein unüberhörbares "Miauen aus.Der Kolkrabe, größter Raben- und Singvogel, überflog ein Fichtengebiet und kündigte seinen Flug mit einem Warnruf "krack-krack-krack" an.Neben dem Buntspecht wurde auch der seltene Schwarzspecht gesichtet, den man auch an seinem Ruf "Kliie-äh" bestimmen kann. Doch an diesem Morgen ist es noch recht ruhig im Wald, da die vögel im Winter sehr spät munter werden. Die Blaumeisen und die kohlmeisen, die man auch aus dem Garten kennt, kann man das ganze Jahr hören. Im Wald leben sie mit fünf weiteren Arten zusammen. Wenn sie sich im Winter zu gemischten Trupps zusammenschließen, wird es schon etwas schwieriger, sie auseinander zu halten. Etwas markanter in ihren Stimmen sind Buchfink, Rotkehlchen und Singdrossel, die man sehr leicht unterscheiden kann. Aber im Wald hört man nicht nur Vogelstimmen, sondern auch Bäume, die im Wind knarren. Dazu gehören auch die eigenen Schritte: rascheln von Blättern und knacken von Ästen unter den Tritten.Bei Windstille hört man leider auch den lauten Verkehrslärm der Autobahn, die weit weg, dann durch die Geräusche doch so nah erscheint. Foto: privat

    Mit leisen Schritten pirschten die sieben Kinder durch den Bückeberg, um die Stimmen des Waldes zu hören.

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