1. Bartling liegt vorn, aber die CDU siegt in der Samtgmeinde Rodenberg

    Wahlbeteiligung liegt überdurchschnittlich hoch bei 64 Prozent

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Auch in der Samtgemeinde Rodenberg haben sich die Vertreter der beiden großen politischen Parteien verblüfft die Augen gerieben: Der SPD-Kandiat Heiner Bartling gewinnt zwar mit 43,4 Prozent im direkten Vergleich gegen seinen CDU-Konkurrenten Joachim Runkel mit 42,33 Prozent. Bei den Zweitstimmen aber liegen die Christdemokraten mit 40,3 Prozent deutlich vor der SPD, die nur auf 36,5 Prozent kam. So gab es auf beiden Seiten enttäuschte Gesichter.

    Warum so gegensätzliche Akzente gesetzt wurden, dürfte nicht nur in hiesigen Gremien ausführlich diskutiert werden. Denn die Wähler im Gebiet zwischen Altenhagen II und Algesdorf folgten damit einem überall in Schaumburg zu beobachtenden Trend: Sie wollten Bartling, der noch vor fünf Jahren einen massiven Stimmeneinbruch erlitten hatte, wieder als direkt gewählten Abgeordneten sehen. Andererseits aber sollte die CDU-geführte Landesregierung weiter im Amt bleiben. Die weiteren Ergebnisse: Paul-Egon Mense (FDP) erhält 3,7 Prozent, seine Partei 6,64 Prozent. Die Grünen kommen für Ursula Helmhold auf 5,7 Prozent und bei der Zweitstimme auf 6,79 Prozent. Überraschend auch hier das Abschneiden der "Linken": Bewerberin Marion Holz erzielt auf Anhieb 5,8 Prozent und für ihre Partei 6,43 Prozent. Vor fünf Jahren hatte es folgende Resultate gegeben: CDU 49,1 Prozent/45,89 Prozent (Zweitstimmen), SPD 41,23/36,64, FDP 2,92/7,18, Grüne 4,97/7,08. In den Mitgliedsgemeinden lag Bartling in Apelern (46,7), Lauenau (47,0) und Messenkamp (55,0) vorn. Runkel siegte in Hülsede (47,9), Pohle (49,35) und Rodenberg (44,35). Bei den Zweitstimmen lag die Mehrheit bei der SPD ebenfalls in Apelern (38,8), Lauenau (38,03) und Messenkamp (45,6). Den höheren Anteil an Zweitstimmen verbuchte die CDU in Hülsede (43,97), Pohle (43,7) und Rodenberg (43,14). Die FDP erzielte Zweitstimmenanteile mit 5,9 Prozent in Apelern, 8,23 in Hülsede, 6,06 in Lauenau, 5,18 in Messenkamp, 8,99 in Pohle und 7,24 in Rodenberg. Die Grünen kamen auf 8,36 Prozent in Apelern, 3,81 in Hülsede, 7,75 in Lauenau, 7,77 in Messenkamp, 6,94 in Pohle und 6,42 in Rodenberg. Die "Linke" verbuchte in Apelern 5,72 Prozent, in Hülsede 3,81, in Lauenau 6,62, in Messenkamp 9,06, in Pohle 6,94 und in Rodenberg 6,61. Die Wahlbeteiligung ging samtgemeindeweit um über zehn Prozent zurück von 73,99 Prozent auf jetzt noch 63,81 Prozent. Am niedrigsten war sie in Rodenberg mit 54,03 Prozent (2003: 62,42), in Pohle mit 55,75 (67,16) und in Lauenau mit 55,81 (63,15). In Hülsede fiel sie von 67,65 auf 57,07. Nur in Apelern und Messenkamp wurden noch Quoten von über sechzig Prozent erreicht. In der Riesbachgemeinde gingen 60,36 Prozent (65,79) an die Urnen, in Messenkamp, der kleinsten Einheit in der Samtgemeinde 60,24 (68,89). Wie sich diese geringe Beteiligung in absoluten Zahlen darstellt, wird beim Blick auf die komplette Samtgemeinde deutlich. Von 12.388 Wahlberechtigten in 2008 haben nur 7935 ihre Stimmen abgegeben. 2003 waren es immerhin noch 9016 von 12.185.

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