BAD NENNDORF (pd). Von seinem Jubiläum hat der Jubilar selber kein Großereignis gemacht. Aber Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben es sich nicht nehmen lassen, Pfarrer Adalbert Bonk zu seinem "Silbernen Priesterjubiläum" in der Kath. Kirchengemeinde Maria vom Heiligen Rosenkranz Bad Nenndorf ganz herzlich zu gratulieren.
Seit 25 Jahren in Bad Nenndorf im Priesteramt und noch kein bisschen "leise": Adalbert Bonk, begeisterter Boxfan und Kartfahrer.
Die Laudatio für die kleine Feier zu Beginn des neuen Jahres hielt Erwin Biener vom Kirchenvorstand. Der Redner erinnerte zunächst an die Anfangszeit von Pfarrer Adalbert Bonk, der am 1. Januar 1983 seinen Dienst als Priester in der Kurstadt antrat. Die Entscheidung für den Beruf des Priesters sei keine Entscheidung für eine persönliche Karriere oder eine Entscheidung für ein genussvolles irdisches Dasein, sondern ein uneingeschränktes "Ja" zu einer Berufung, die auch Entbehrungen mit sich bringe. 25 Jahre sei Bonk von seiner Gemeinde "beansprucht" worden, und das oft rund um die Uhr.
Verbindliche Maßstäbe für den Erfolg seines seelsorgerischen Tuns könne es nicht geben, so Biener weiter. Noch dazu in einer Zeit, in der Religion nicht gerade "Hochkonjunktur" habe. Pfarrer zu sein sei heute keine leichte Aufgabe. Dennoch habe Bonk alle Herausforderungen in der Vergangenheit bravourös gemeistert. Hoch motiviert habe sich der Pfarrer als guter Hirte um seine Herde gekümmert. "In den 25 Jahren haben wir ihren Einfallsreichtum kennen gelernt, gepaart mit ihrer aufmunternden und zugleich liebenswerten Art der Überredung, die meist in der Kunst der Überzeugung mündete", führte der Festredner fort.
Biener erinnerte an das Engagement des Seelsorgers als es darum ging, für den Neubau eines Gotteshauses in Bad Nenndorf zu kämpfen. Bonk, ein begeisterter Boxfan, habe in seinen Bemühungen um einen Neubau immer wieder "eine neue Runde eingeläutet", mit viel Geschick gekämpft, sich nicht beirren lassen und sei niemals "zu Boden gegangen", brachte Biener es auf den Punkt.
Beim Thema "Versetzung" habe Bonk "echte Steherqualitäten" an den Tag gelegt. "In der Sprache des Boxsports würde man sagen: Er ist ein Champion und ein Schwergewicht".
In seiner Laudatio ging Biener auch kurz auf die Zusammenlegung der Pfarrgemeinden Bad Nenndorf, Rodenberg und Lauenau ein und kommentierte dies mit der Bemerkung "Der Bischof wird sich dabei gedacht haben: So einen tollen Pfarrer gönne ich auch anderen Gemeinden!" Bonk habe den Heiligen Messen seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt und für die Kinder in der Gemeinde sei er "der Star".
Geschenke zu seinem Jubiläum wollte Bonk nicht haben. Natürlich gab es trotzdem von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat ein Präsent als Dankeschön für die Leistungen des beliebten Pfarrers in den vergangenen 25 Jahren.
Über eine Eintrittskarte zu einem Weltmeisterschafts-Boxkampf im Schwergewicht in Düsseldorf inklusive Fahrgeld und Hotelübernachtung hat sich Adalbert Bonk außerordentlich gefreut.
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