RINTELN (km). "Räuber im Tal der Könige" stehen im Blickpunkt eines Seminars, das die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Universität Hannover anbietet. In dem Kurs unter der Leitung von Dr. Albrecht Endruweit soll unter anderem auch die Frage gestellt werden, ob es ausschließlich "dunkle Gestalten" gewesen sind, die in die Plünderung der Gräber im Tal der Könige verwickelt gewesen sind.
Ebenso verbreitet wie unzutreffend, heißt es in einer Vorankündigung, sei die Ansicht, dass erst in der Neuzeit, zumal im 19. Jahrhundert, die ägyptischen Altertümer, unter anderem die zahlreichen Gräber, geplündert worden seien. Für das Tal der Könige etwa sei erwiesen, dass schon im Altertum Grabraub
in großem Stil stattgefunden habe.
Als wesentliche Quelle für "derlei Umtriebe" wird die 1880 entdeckte "Cachette" genannt - ein Versteck, in das die Mumien des Neuen Reiches in einer Rettungsaktion bereits relativ kurz nach ihrer eigentlichen Bestattung verbracht wurden. Zudem existieren schriftliche Belege, die sogenannten Grabräuber-Papyri, in denen die Aussagen der aufgegriffenen Grabräuber und die Untersuchungsergebnisse einer Kommission von Spezialisten detailliert festgehalten sind.
Nicht zuletzt, heißt es weiter, seien auch am Grab des Tutanchamun Hinweise entdeckt worden, dass es nach seiner offiziellen Verschließung noch zwei Mal betreten worden sei. In dem Fall seien die Grabräuber allerdings gestört worden. -
Die Veranstaltung im VHS-Gebäude an der Klosterstraße 26 findet am Samstag, dem neunten Februar, in der Zeit von neun bis 17 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 27,50 Euro. Interessenten sollten sich bis zum 25. Januar bei der VHS anmelden.