RINTELN (km). Zum 22. Mal trafen sich jetzt Mitglieder aus Rat, Verwaltung und heimischer Wirtschaft sowie Vertreter von Vereinen und Verbänden, um beim Neujahrs-Empfang in der Nikolai-Kirche mit einem Gläschen Sekt auf die Zukunft anzustoßen. Pastorin Astrid Bunselmeyer konnte zu der Traditions-Veranstaltung nach dem Gottesdienst rund 100 Gäste begrüßen. Zum fünften Mal waren als Mitgastgeber auch die Repräsentanten der Kapellen-Gemeinde Todenmann und der Johannis-Gemeinde dabei - erstmals mit ihrem neuen Pastor, Dr. Dirk Gniesmer.
Während im Publikum überwiegend die gleichen Gesichter wie in den vergangenen Jahren zu sehen waren, zählten Astrid Bunselmeyer und Superintendent Andreas Kühne-Glaser erst zum zweitem Mal zu den Neujahrs-Rednern - nach der Premiere im vergangenen Jahr diesmal bereits sichtbar in die Reihen der Gemeinde integriert.
Die besonderen Grüße von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz galten diesmal - stellvertretend auch für die anderen Redner - dem nach längerer Krankheit wieder genesenen Superintendenten Andreas Kühne-Glaser, der zuvor gemeinsam mit Astrid Bunselmeyer den Gottesdienst gestaltet hatte. Buchholz präsentierte die Stadt wie schon in den vergangenen Jahren als langfristig zuverlässigen Partner in Sachen Diakonie, Kindertagesstätten und Familienberatung.
Die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadt in Sachen Kindergärten stellte Astrid Bunselmeyer als beispielhaft heraus - eine Kooperation die keinesfalls selbstverständlich sei.
Der besondere Dank der Nikolai-Seelsorgerin galt zudem den Erzieherinnen, die sich "über das im Arbeitsvertrag Festgeschriebene hinaus für die Kinder und für die Einrichtungen einsetzen". Als lobenswert befand Astrid Bunselmeyer auch die Tatsache, dass es gelungen sei, die Kirchengemeinden von Nikolai, Johannis und Deckbergen an einen Tisch zu bekommen, um ein Konzept für einen gemeinsamen Kindergartenausschuss zu erarbeiten - ein Ansatz, wie man vielleicht auch in Zukunft durch Gespräche zu mehr gemeinschaftlichem Handeln finden könnte.
Superintendent Andreas Kühne-Glaser wies schon einmal auf eine besondere Ausstellung hin, die im Sommer dieses Jahres in der Nikolai-Kirche zu sehen sein wird: Unter dem Titel "Lebensmuster" werden 14 Arrangements zu biblischen Frauengestalten gezeigt, die durch meditative "Quilts" dargestellt werden - künstlerisch gestaltete Decken, die aus verschiedenen Stoffen zusammen genäht werden. Mit der Ausstellung soll, so Kühne-Glaser, auch ein wenig an die "lange Nacht der Kirchen" angeknüpft werden - nicht zuletzt mit der Hoffnung auf einen ähnlichen Erfolg.
Stichwort Hoffnung: Der allgemeine Optimismus und die allseitigen guten Wünsche für das neue Jahr wurden beim Nikolai-Neujahrsempfang mehrfach von auf dem Boden zerberstenden Sektgläsern begleitet. Und obwohl Aberglaube in der Kirche bekanntlich nichts zu suchen hat, herrschte in diesem Fall ausnahmsweise mal Einigkeit im Rund: Scherben bringen Glück!. Foto: km