RINTELN (km). In den späten Abendstunden des vergangenen Samstags war ein 54-jähriger Pkw-Fahrer aus Stadthagen auf der B 83 von Hessisch Oldendorf in Richtung Rinteln unterwegs. Etwa in Höhe des Schaumburger Sportplatzes hatte er eine Panne und konnte sein Fahrzeug gerade noch auf den Grünstreifen neben der Fahrbahn lenken.
Eine kuriose Randnotiz entdeckte die Polizei noch bei der genauen Analyse des Unfallhergangs: Danach war der 54-jährige Stadthagener vor seiner Panne gerade aus Aerzen gekommen, wo er einen Bekannten exakt in jener Straße besucht hatte, in der der 41-jährige Unfallverursacher wohnt.
Anschließend rief der Mann seinen Nachbarn an, ob der ihn abschleppen könne. Der 36-jährige Nachbar machte sich umgehend auf den Weg und traf gegen 0.15 Uhr am Ort des Geschehens ein. Als er das Warnblinklicht des havarierten Pkws sah, gab er selbst Zeichen nach links und bremste, um auf die Gegenfahrbahn zu fahren.
Was ein aus Aerzen kommender Autofahrer, der auf der B 83 auf dem Weg nach Hause war, zu spät bemerkte: Der 41-Jährige rauschte dem langsamer werdenden Pkw mit hoher Geschwindigkeit ins Heck. Weil sich der Pkw des zu Hilfe geeilten Nachbarn vermutlich gerade im Abbiegevorgang befand, wurde er durch die Wucht herumgeschleudert und prallte dabei auch noch gegen das liegen gebliebenen Fahrzeug des 54-jährigen Stadthageners.
Der Pkw des Aerzeners kam erst nach rund 100 Metern zum Stehen. Der Fahrer musste mit schweren Verletzungen ins Rintelner Krankenhaus eingeliefert werden. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass der Mann unter Alkoholeinfluss stand. Ein Test ergab ein Wert von 0,86 Promille.
Während der hilfsbereite Nachbar mit leichten Blessuren davon kam, musste bei der die Bilanz des Sachschadens nicht lange gerechnet werden: Gut 20.000 Euro bedeuten nichts anderes, als dass alle drei beteiligten Pkw nur noch Schrottwert haben.