1. Merkwürdige Alarmierung bei Windradbrand

    Ortswehr wird nicht informiert / Ortskenntnis hätte am Brandort geholfen / Jubiläum in zwei Jahren

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    VOLKSEN (ste). Es brodelt in Volksen, das war auf der Jahreshauptversammlung nicht nur zwischen den Zeilen zu hören. Ortsbrandmeister Heiner Brand, den man weder als Hitzkopf noch Nörgeler bezeichnen kann, kritisierte sachlich die Alarmierung beim Brand des Windrades auf dem Weseberg am 7. Januar: "15 bis 20 Feuerwehrfahrzeuge aus Rinteln, Exten, Uchtdorf, Wennenkamp, Goldbeck, Friedrichswald und sogar aus Lippe blockierten die Zufahrt; nur Volksen hatte als örtlich erfahrene Wehr keinen Alarm erhalten!" Doch gerade hier hätte man alternative Zufahrtstrecken zum Brandobjekt gekannt und hatte zudem Kenntnis von einem neuen Löschteich am Badeteich der Familie Samra, in dem 220 Kubikmeter Wasser auf ihren Einsatz warteten. Statt die Ortskenntnisse der Wehr zu nutzen habe es vor Ort noch "dumme Sprüche" gegeben und so fuhren die Volksener wieder unverrichteter Dinge nach Hause. Brand war sauer: "Ich erwarte von den Zuständigen eine plausible Erklärung!" Statt mit 20 Fahrzeugen aus allerlei Wehren wäre hier seiner Meinung nach weniger und dafür die örtlich kundigen mehr gewesen.

    Doch Brand hatte auch Positives zu berichten. So hofft er immer noch auf die Gründung einer Jugendwehr: "Spätestens in zwei Jahren, wenn wir unser Jubiläum feiern!" Bei den Zahlen der Aktiven geht es wieder aufwärts und im Internet gibt es eine neue Präsentation der Wehr unter feuerwehr.volksen.de. Als Ziel für dieses Jahr habe sich die Wehr einen besseren als den vierten Platz bei den Stadtmeisterschaften auf die Fahne geschrieben.

    Befördern konnte Brand Christian Gawel zum Feuerwehrmann. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Thorsten Sprick, Helmut Deichsel, Hans-Wilhelm Holstein, Dr. Hein Kroos, Gerhard Skutnick und Otto Wedler geehrt. 40 Jahre steht Helmut Schneidewind treu zur Wehr. Für 50 Jahre wurde Fritz Peddinghaus mit dem Ehrenzeichen des NLV ausgezeichnet.

    40 Jahre aktiv im Dienst ist Ortsbrandmeister Heiner Brand selbst. Foto: ste

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