BAD NENNDORF. "Die Eigenständigkeit im Handball ist angesichts der immer dünner werdenden Personaldecke im Herrenbereich und bei den Funktionsträgern nicht mehr aufrecht zu erhalten," erläutert der Vorsitzende Volker Thies die Entwicklung beim VfL Bad Nenndorf. Der VfL möchte der Handballspielgemeinschaft Schaumburg Nord (HSG) beitreten. Diesen Wunsch haben VfL-Vorstand und -Handball-Abteilungsleitung den HSG-Verantwortlichen vorgetragen und stießen dabei auf offene Ohren. HSG-Chef Jörg Hasselbring zeigt dafür Verständnis, denn vor genau vier Jahren befanden sich die Gründungsvereine der HSG in ähnlicher Lage. Der MTV Waltringhausen, der TuS Kreuzriehe-Helsinghausen, der MTV Ohndorf und der TSV Riepen schlossen sich 2004 zu einer Spielgemeinschaft zusammen.
Der Weg zu einer noch größeren und sicherlich auch spielstärkeren Abteilung, vor allen Dingen auch auf dem Frauensektor scheint frei. Sowohl der HSG-Vorstand als auch die Vorsitzenden der vier Stammvereine würden diesen Schritt begrüßen. Somit liegt es nun in den Händen der VfL-Handballer einen Beitritt zur HSG auf einer Abteilungsversammlung am 8. Februar 2008 förmlich zu beschließen.
Nach mehreren, positiv verlaufenen Sondierungsgesprächen sind sich die Verantwortlichen des VfL und der HSG bereits einig: Ab der kommenden Saison sollen auch die Handballer des VfL zur HSG gehören. Gegenwärtig nehmen sie mit fünf Herren- und einer Alt-Herrenmannschaft am Spielbetrieb teil. Der VfL verfügt zur Zeit über jeweils zwei Herren- und zwei Damenmannschaften. Gerade in den Damenmannschaften sieht Hasselbring daher auch eine Bereicherung für die HSG. Nachdem die Vorsitzenden der HSG und ihrer Stammvereine einstimmig beschlossen haben, dem VfL den Beitritt anzubieten, sind nun die Handballer in Bad Nenndorf am Zug. Bei einer Abteilungsversammlung am 8. Februar, um 19.30 Uhr im Vereinsheim, steht die Abstimmung über den Beitritt auf der Tagesordnung. Nach Vorgesprächen durch VfL-Abteilungsleiterin Katrin Otte hat VfL-Chef Volker Thies in den vergangenen Wochen selbst die Verhandlungen mit der HSG zum Abschluss gebracht. Nun erwarten beide eine breite Zustimmung.