1. Auf der Suche nach Kandidaten

    Jugendliche wählen ihr eigenes Parlament / Elf Sitze sind zu vergeben

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    RODENBERG/NENNDORF (pd). In den Rathäusern in Rodenberg und Bad Nenndorf haben die zuständigen Fachleute derzeit nicht nur mit der Vorbereitung der Landtagswahlen in diesem Monat alle Hände voll zu tun. Am 20. und 21. Februar werden in den beiden Samtgemeinden zum ersten Mal Wahlen für Jugendparlamente durchgeführt. Die Suche nach geeigneten Kandidaten geht jetzt in die "heiße Phase". Gut 1500 Wahlberechtigte im Alter von 14 bis 17 Jahren sind dann im Februar aufgerufen, ihre jeweils elf Vertreter für die Jugendparlamente der Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf zu wählen.

    Sie sehen der Wahl zum ersten Jugendparlament in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg optimistisch entgegen: Günther Wehrhahn und André Lutz (sitzend von links) und die beiden Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann (links) und Bernd Reese.

    Der Zeitplan, den die Verwaltungsexperten Günther Wehrhahn für die Samtgemeinde Rodenberg und André Lutz für die Samtgemeinde Nenndorf für die Wahlen zum Jugendparlament gesteckt haben, ist eng geknüpft. In der vergangenen Woche sind die Bewerbungsbögen ausgegeben worden. Wer sich zur Wahl stellen möchte, hat bis zum 18. Januar die Chance, diesen Bogen abzugeben. Bei der Durchführung der Wahlen arbeiten die beiden Verwaltungen eng mit den Schulen zusammen. Im Gymnasium Bad Nenndorf, der Stadtschule Rodenberg, der IGS Stadthagen und der KGS in Barsinghausen sind 80 Prozent der Wahlberechtigten zu finden. Angeschrieben wurde jeder in Frage kommende Jugendliche in beiden Samtgemeinden, gleich welcher Nationalität.

    Gewählt wird am 20. Februar in den angesprochenen Schulen. Dort sind Schülervertretungen in die Durchführung der Wahlen intensiv eingebunden. Eigens für diese Wahlen, die zum ersten Mal durchgeführt werden, sind Stimmzettel und entsprechende Bewerbungsbögen für Interessenten entworfen worden. Wer nicht über die Schulen am 20. Februar wählt, der hat am 21. Februar die Möglichkeit, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr in den Rathäusern in Bad Nenndorf oder Rodenberg seine Stimme für die Kandidaten abzugeben. Die Wahlen werden nicht nur in enger Zusammenarbeit mit den Schulen durchgeführt. Auch die beiden Verwaltungen arbeiten dabei im engen Schulterschluss zusammen. Denn der bürokratische Aufwand ist doch erheblich und weil das Jugendparlament zum ersten Mal gewählt wird, sollen durch die enge Zusammenarbeit auch mögliche Fehler im Verfahren von vorneherein ausgeschlossen werden. "Der Austausch war für uns enorm wichtig", bestätigt auch André Lutz vom Bad Nenndorfer Rathaus.

    Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann hat die Hoffnung, über das neue Gremium an viele Jugendliche und Gruppen heranzukommen. Die jungen Menschen würden mit dem Parlament ein Instrument an die Hand bekommen, sich einzumischen. "Wir brauchen bei bestimmten Themen den Sachverstand der Jugendlichen", so Heilmann. Sein Amtskollege Bernd Reese geht davon aus, dass die jungen Parlamentarier Schwerpunkte setzen werden. Die Parlamente in Rodenberg und Nenndorf werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Wähler hat drei Stimmen, die auf einen oder mehrere Kandidaten verteilt werden können. Auch wegen des erheblichen Aufwandes wünschen sich Wehrhahn und Lutz ein Erfolg für die "Premiere Jugendparlament". Heilmann und Reese gehen davon aus, dass sich die spätere Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Jugendparlamentes problemlos gestaltet. Die engagierten Jugendlichen sollen unbedingt ernst genommen werden. "Mehr als ein Feigenblättchen soll´s schon sein", bekräftigt Uwe Heilmann. Foto:pd

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