LÜDERSFELD (ih). Heinz Windheim hat das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Am vergangenen Dienstag überreichte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier dem Lüdersfelder Bürgermeister die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik. Knapp 50 Gäste, Freunde, politische Weggefährten und Vertreter der Dorfgemeinschaft, wohnten dem feierlichen Akt im Restaurant "Zum dicken Heinrich" bei. Parteikollege Friedrich Pörtner hatte Windheim im letzten Sommer für die Auszeichnung vorgeschlagen. "Du hast immer eine gerade und tiefe Furche gepflügt," sagte Pörtner. Kaum ein Bild ist treffender für den Landwirt, der seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich auf Gemeinde- und Samtgemeindeebene für sein Dorf eintritt. Ob Kindergarten, Radwegenetz oder Dorferneuerung - Windheim hat für jede Generation zunächst ein offenes Ohr. Steht er einmal im Wort, können sich die Bürger darauf verlassen. Seit 1981 ist er die Stimme des 1000-Seelen Ortes und verschafft sich mit seiner direkten und ehrlichen Art Gehör. Damit ist er einer der wenigen Kommunalpolitiker, die menschliche Vorbildfunktion haben. Die Liste seiner ehrenamtlichen Arbeiten seit mehr als 40 Jahren scheint schier endlos. Auch Landrat Heinz Gerhard Schöttelndreier "ratterte" die Aufgaben, Posten und Ämter herunter und stellte dann die Frage, die Vielen beim Zuhören in den Kopf kam: "Wie kann ein einzelner Mensch das alles schaffen?" Feuerwehr, Wasser- und Bodenverband, TuS Lüdersfeld, Schützenverein, Angelsportverein, Landvolk, Raiffeisen Genossenschaft sind nur ein kleiner Ausschnitt aus Windheims Wirkungskreis. Dabei ist der Lüdersfelder immer auf dem Boden der Tatsachen geblieben. "Ich bin überwältigt von dem, was ihr mir heute nachgesagt habt", zeigte sich Windheim gerührt. Ihm sei es immer ein Anliegen gewesen, "den Bürgern zu dienen". Er hoffe, dass er vielen Menschen in Notlagen habe helfen können. Denn das Vertrauen, das ihm die Lüdersfelder entgegen bringen, wolle er wieder zurück geben. Heinz Windheim bedankte sich für den Beistand von Freunden und Familie und die faire Arbeit auf politischer Ebene. Stellvertretend sei Annelie Franke erwähnt, die Windheims "rechte Hand" in Lüdersfeld ist. "Ohne Dich ginge es nicht," so Windheim, bevor er die Gäste einlud, noch ein wenig gesellig zu verweilen. Foto: ih
Heinz Windheim (li.) bekommt vom Landrat das Bundeverdienstkreuz angesteckt.
Friedrich Pörtner überreicht Tochter Insa Windheim als kleine Aufmerksamkeit einen Blumenstrauß.