RINTELN (ste). Um zur erwünschten Besinnlichkeit "zwischen den Jahren" beizutragen, zeigten Anja Rosner und Annette Mundt an Silvester in Rinteln "Die Welt der Seelenbilder". Den Besuchern der Ausstellung erschlossen sich über 150 von Anja Rosner geschaffene Kreisbilder, auch Mandalas genannt, bei denen sich verschiedene Motive und Formelemente aus der Mitte heraus symmetrisch entfalten.
Anja Rosner und Annette Mundt stellen Mandalas im Fitness-Studio GoSports aus.
Die Muster und Symbole ihrer Vorlagen sind teilweise von ihr selbst, größtenteils aber von Annette Mundt farbig ausgestaltet worden. So entstanden im Laufe der Zeit viele Hundert kunstvolle Abwandlungen, von denen über 600 in der Ausstellung zu bewundern sind. Da der Charakter eines Mandalas durch die Auswahl und Anordnung der Farben mitbestimmt wird, kann ein- und dasselbe Motiv durch Varianz der Kolorierung ganz unterschiedlich wirken: zart und zerbrechlich oder fröhlich bis kraftvoll und manchmal auch kämpferisch. Anja Rosner bezeichnet ihre Werke als "Seelenbilder", weil sie sich intuitiv aus völlig unterschiedlichen Stimmungslagen - ganz ohne gedanklichen Entwurf - auf dem Papier entwickelt haben. Seit fünf Jahren greift die Künstlerin immer dann zu Zirkel, Lineal und Schablone, wenn die Höhen und Tiefen des Lebens mit Worten nicht zu beschreiben sind, um ihren Empfindungen stattdessen bildhaften Ausdruck zu verleihen. Ihre Motivation gewinnt sie aus der Freude an der eigenen Kreativität sowie aus der Faszination durch den äußeren Aufbau eines Mandalas, der Ordnung schafft, für Entspannung sorgt und in die eigene Mitte zurückfinden lässt. Mandalas werden auch im Institut für Lern- und Wahrnehmungsförderung von Annette Mundt eingesetzt, denn mit ihnen können Kinder spielerisch räumliches Sehen lernen, ihr Gespür für Form und Farbe entwickeln und feinmotorische Fähigkeiten verbessern. Foto: ste