1. Die Hände zum Himmel, komm lass uns fröhlich sein

    Stimmung bei der "Singenden, klingenden Bergweihnacht" im Brückentorsaal

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Das Publikum tobt, die Hände gehen in die Höhe, Leuchtstäbe werden geschwungen und es schunkelt gewaltig im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Brückentors. Mehr als drei Stunden lang geht das so, die vorwiegend älteren Damen und Herren können kaum genug bekommen und immer wieder kommt der Ruf nach "Zugabe" auf. Der Grund für die Euphorie im Saal ist der Auftritt einer großen Zahl von Künstlern, die in der Volksmusik-Szene Kultcharakter haben. Die "Singende, klingende Bergweihnacht" gastierte mit Stars wie Iren Sheer, Vincent & Fernando aus Südtirol, Henry Arland mit seiner Klarinette, den "Original Jungen Oberkrainern" aus Slowenien, den Feldbergern aus dem Schwarzwald, Sonja Christin als Ostfriesin und das alles unter der der Moderation von Hansy Vogt in Rinteln.

    Hansy Vogt führt durch das Programm und mit seinen Feldberger lässt er es volksmusikalisch krachen.

    Bei Sonja Christin teilt sich die Meinung des Publikums; die einen feiern die Ostfriesin wie einen Star, die anderen werten ihren Auftritt als musikalisches Mittelmaß.

    Die Reaktionen aus dem Publikum verdeutlichten, dass die Veranstaltung rundum gelungen war, und das, obwohl es auch hier ein "Spitzenklasse" und ein "Na ja!" gab. So gehörte Iren Sheer sicher zur ersten Kategorie, denn die unangefochtene Queen des deutschen Schlagers überzeugte mit einer sauberen Stimme und einem perfekten Outfit am makellosen Mitfünfziger-Körper. Bei Sonja Christin waren die Meinungen schon deutlich wechselhafter. Sie stellte ihre neue CD vor mit den Worten "Die neue CD, wo heißt: Am Nordseestrand!" und hatte damit schon ein Stück weit verloren. Auch ihr "Marienkäfer", der um die Welt fliegt und die Menschen tröstet, konnte nicht so recht überzeugen. Da hatten es die "Botschafter aus Südtirol" leichter. Vincent und Fernando heißen eigentlich Ulrich und Otto, kommen aus Andrian in Südtirol und pflegen neben ihrer Leidenschaft zur Musik auch die Liebe zur Familie und einen ordentlichen Beruf. Das kam an bei den Zuhörern prächtig an und ihre Lieder gingen ordentlich ins Ohr.

    Alle Künstler wurde anmoderiert vom immer fröhlichen Hansy Vogt, dessen Witz und Charme genau den Geschmack des Publikums traf. Nur Dirk Ackmann als offizieller Vertreter der Sparkasse Schaumburg, die die "Singende, klingende Bergweihnacht" finanziell unterstützte, wirkte ein wenig verlegen. Moderator Hansy Vogt hatte ihn kurzerhand zum Bürgermeister erklärt und hielt das auch den ganzen Abend über warm.

    Der Spaß stand neben der Musik im Vordergrund und für viele der Anwesenden stand beim Nachhauseweg schon fest, dass man im nächsten Jahr wiederkommen werde. Übrigens: Die größten Stars am Abend waren eigentlich die Kleinsten, denn die Weserspatzen, die unter der Leitung von Wolfgang Wicklein den Abend musikalisch einleiteten, hatten nicht nur ein Heimspiel, sondern ernteten auch den größten Applaus. Kinder öffnen nun einmal die Herzen, und wenn sie es mit so schönen Melodien wie die Weserspatzen tun, dann bleiben die auch gehörig lange offen.

    Am 22. Februar ist in Bad Eilsen der nächste Volksmusik-Termin. Dann kommt das "Feuerwerk der Volksmusik" ab 20 Uhr in den Kursaal, präsentiert von Marlene Charell. Karten gibt es unter der Hotline 05722/88650. Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an