RINTELN (km). Erfreuliche Wende in Sachen Altes Museum am Kirchplatz: Seit Jahren ungenutzt, drohten die fortschreitenden Bauschäden den weiteren Bestand des bisherigen Juwels der historischen Altstadt zu gefährden. Diese Gefahr soll jetzt schleunigst gebannt werden. Der Hauseigentümer hat einen Architekten beauftragt, eine Bestandssicherung durchzuführen. Mit den ersten Arbeiten am Gebäude ist bereits am Mittwoch dieser Woche begonnen worden. Die aktuelle Information konnte jetzt Werner Zimmermann auf der Sitzung des Arbeitskreises Denkmalschutz übermitteln - unmittelbar im Anschluss an seine Gespräche mit dem Architekten, dem städtischen Baudezernenten Reinhold Koch und dem für den Denkmalschutz in Rinteln zuständigen Dirk Eggers.
Als erster Schritt werden jetzt die giftigen Farben abgelöst. Erst dann, so Lippelt im Gespräch mit Werner Zimmermann, könne Klarheit über Art und Ausmaß der Schäden bestehen.
Gemeinsam mit der Stadt als Denkmalbehörde sollen dann die weiteren Schritte festgelegt werden. Ausdrücklich bekräftigte Lippelt, dass es bei der Maßnahme nicht um "Fassaden-Kosmetik", sondern um "verlässliche Bestandssicherung" gehe. Die habe der Eigentümer bislang hinausgeschoben, weil die mögliche Nutzung des Gebäudes nach wie vor ungeklärt sei.
Noch zwei weitere Winter allerdings würde der Bau vermutlich nicht "überleben". Das habe zum Umdenken geführt. -
Der Arbeitskreis hatte im Anschluss an einen öffentlichen Vortrag des deutschen "Fachwerk-Papstes", Professor Manfred Germer, die Stadt dringend gebeten, tätig zu werden.
Die Mitglieder zeigten sich deshalb über die Entwickling besonders erfreut - und wollen die Arbeiten jetzt, so Zimmermann, "mit Argusaugen begleiten". Im Hinterkopf habe er dabei ein besonderes historisches Ereignis: Die Gründung des Heimatbundes in Verbindung mit einem Museum sei vor 100 Jahren nur deshalb möglich gewesen, weil ein Rintelner Bürger sein Gebäude (die Eulenburg) stilgerecht habe erneuern lassen und für Museumszwecke zur Verfügung gestellt.
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