1. "Älterwerden ist ein Prozess, den wir mitbestimmen können"

    Neujahrsempfang der Landfrauen mit Referat von Eva Lill / Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

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    ROHDENTAL (km). Beim dritten Neujahrsempfang des Landfrauen-Vereins Rinteln/Hessisch Oldendorf konnten die Vorsitzenden Anne-Marie Strüve und Sigrid Dohm jetzt mit über 100 Teilnehmerinnen anstoßen. Erstmals trafen sich die Damen diesmal im gemütlichen Gasthaus Rohdental.

    Die Vorsitzenden Anne-Marie Strüve (links) und Sigrid Dohm blicken auf die Ereignisse des vergangenen Jubiläumsjahrs zurück.

    Nach Sekt und Häppchen gab es dann auch gleich die erste informative Einheit des Jahres: Mit Eva Lill aus Hannover hatten die Landfrauen eine Referentin gewinnen können, die mit einem gleichermaßen lebendigen und humorvollen wie informativen Vortrag aufwarten konnte. Bereits das Thema zeigte die positive Tendenz der philosophisch angehauchten Ausführungen auf: "Du kannst dem Leben nicht mehr Jahre geben, aber den Jahren mehr Leben!" In ihrem - teils gereimten - Vortrag stellte Exa Lill vor allem eines immer wieder heraus: Die Freiheit jedes Individuums, die Art seines "Älter werdens" selbst mitzubestimmen.

    Das Altern sei keine biologische Angelegenheit, "die uns übergestülpt wird wie eine Zwangsjacke, in der wir uns nicht bewegen können": Älter werden sei immer "ein Prozess, den wir mitbestimmen können. Und wie wir alt werden, das liegt größtenteils daran, wie wir das Leben sehen.

    Dabei mahnte die Referentin aber gleichzeitig Realismus an: "Wenn wie denken, das Leben sei ein Paradies, denn liegen wir falsch - und dann machen wir auch unseren Kindern etwas vor." Wenn man indessen die Höhen des Lebens wirklich gut erlebt habe, dann bleibe immer auch in einem Tal der Mut, wieder an einen Wandel zu glauben. -

    Auch bei den Landfrauen hat sich im Lauf der letzten Jahrzehnte ein Wandel vollzogen, wie deren Vorsitzenden, Anne-Marie Strüve und Sigrid Dohm eingangs bei ihrem Rückblick auf das vergangene Jahr rekapituliert hatten - wenn auch von Berg und Tal nicht die Rede sein konnte. Im Mai hatte der Verein sein 60-jähriges Bestehen feiern können - unter anderem mit der Jubiläumsaktion des Niedersächsischen Landfrauenverbandes unter dem Titel "Wir bringen was zum blühen".

    Den Festvortrag hatte am 30. Mai Brigitte Scherb, die Vorsitzende des Niedersächsischen Landfrauenverbandes, gehalten. Dabei ging es in der Oldendorfer Stadthalle um "Zukunft im ländlichen Raum". Bereits im März hatte an gleicher Stelle Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann beim Kreislandfrauentag "die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft" beleuchtet. Erinnert wurde darüber hinaus an diverse informative und kreative Veranstaltungen wie der Töpferkurs bei Helga Rinne in Rumbeck oder die Tipps für kreative Tischdekoration und Raumschmuck von Lisa Künne in Exten. Zu den bestbesuchten Terminen zählte im Dezmeber wieder die Adventsfeier, die erstmals in Großenwieden stattfand, sowie der Gottesdienst in der Nikolai-Kirche mit Prädikantin Heidrun Kuhlmann. Zu den Highlights im Programm der nächsten Wochen zählt am 13. Februar die Jahreshauptversammlung in der Oldendorfer Stadthalle unter dem Motto "ist heute Donnerstag oder Sommer?" Als Referentin wird Dorothea Rottmann-Heuer aus Hameln erwartet. "Kreatives Weben" heißt es am 16. Februar in Strücken: Karin Schmidt bietet dabei einen Einstieg in das Flickenweben. Und "Neuer Schwung für alte Gärten" lautet das Thema beim Frauenfrühstück am vierten März ab neun Uhr morgens im Todenmanner Gasthaus Droste. Anmeldungen zu den Veranstaltungen nehmen die Ortsvertrauensfrauen oder die Ehrenvorsitzende Elfriede Rügge unter der Telefonnummer 05152/2645 entgegen.

    Foto: km

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