1. Nenndorfer Samtgemeinde für Gesamtschule

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    SAMTGEMEINDE NENNDORF (pd). Mit breiter Mehrheit unterstützt der Rat der Samtgemeinde Nenndorf auf Antrag der SPD die Forderung der Samtgemeinde Rodenberg auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule im Bereich beider Samtgemeinden. Eine entsprechende Abstimmung in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates ergab eine Zustimmung von 26 Stimmen, denen zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen gegenüber standen.

    Trotz aller Einigkeit entspannte sich bei dem Tagesordnungspunkt eine schulpolitische Grundsatzdebatte über dieses Thema. Der SPD-Ratsherr Udo Husmann erläuterte kurz Einzelheiten zur derzeitigen Situation. Nach seinen Erkenntnissen würden 80 Prozent der Anträge von Eltern auf Beschulung ihrer Kinder in einer Gesamtschule abgelehnt. Im Bereich der beiden Samtgemeinden seien 80 bis 90 Kinder betroffen. Das sei, so Husmann, "eine erschreckend hohe Zahl". Das Einrichtungsverbot für weitere Gesamtschulen müsse daher aufgehoben werden. Nenndorf solle die Initiative aus Rodenberg unterstützen und er hoffe auf eine breite Zustimmung. Die Wachstumsregion würde durch die Einrichtung einer Gesamtschule einen weiteren Schub erhalten. Husmann forderte die Kommunalpolitiker von CDU und FDP im Samtgemeinderat auf, ihren Einfluss bei den Vertretern auf Landesebene geltend zu machen.

    Werner Bövers von der Gruppe CDU/FDP/FWH sprach sich grundsätzlich für den Antrag aus, warnte aber vor der Annahme, eine Gesamtschule sei das "Nonplusultra" der Schullandschaft. Auch die von Husmann vorgelegten Zahlen wollte er so nicht hinnehmen. Klaus Weißbrich, ebenfalls CDU, fügte hinzu, dass nach seiner Einschätzung viele Eltern die Einheitsschule eher ablehnen würden und er dem SPD-Antrag nicht zustimmen werde. Uwe Engelking von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) hielt es für wichtig, den Elternwillen zu beachten und alle Alternativen vorzuhalten.

    Für Nenndorf könne es nur von Vorteil sein, wenn die beiden Samtgemeinden bei der Entscheidung an einem Strang ziehen würden. "Gemeinsam sind wir stärker", ergänzte er seine Stellungnahme.

    Andreas Fedler (FDP) konnte sich dieser Einschätzung anschließen. Seine Partei würde grundsätzlich am dreigliedrigen Schulsystem festhalten, sich dabei aber für eine Lockerung des Einrichtungsverbotes einsetzen.

    Bärbel Koch von den Freien Wählern Hohnhorst (FWH) sprach deutliche Worte. Ihre Gruppe würde eine Gesamtschule in der Nordregion sehr begrüßen.

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