LINDHORST. "Beratung und Beschlussfassung über einen Antrag der SPD - Fraktion auf Erarbeitung einer neuen Verwaltungsvereinbarung mit der Samtgemeinde Lindhorst" - hinter dem im Verwaltungsdeutsch formulierten, aber harmlos klingenden Tagesordnungspunkt 9 der letzten Sitzung des Rates der Gemeinde Lindhorst verbirgt sich möglicherweise die Grundlage für eine deftige Auseinandersetzung. Kontrahenten könnten dann Vertreter der Gemeinde Lindhorst sowie die Verwaltung und dann letztlich der Rat der Samtgemeinde Lindhorst sein.
Wird Hof Gümmer demnächst die Lindhorster Gemeindeverwaltung aufnehmen? Bisher hält der Bürgermeister nur seine Sprechstunde hier ab.
Worum geht es? Am Jahresende ist die bisherige Verwaltungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und der Samtgemeinde ausgelaufen. Diese war nach dem Auszug der Gemeinde Lindhorst aus der früheren Gemeindeverwaltung notwendig geworden, als die Offiziellen der Gemeinde Lindhorst unter das Dach der Samtgemeindeverwaltung schlüpften und im Rathaus Raum und Personal zur Verfügung gestellt bekamen - natürlich gegen Entgelt. Jetzt ist diese Vereinbarung ausgelaufen und die SPD - Mehrheitsfraktion im Rat der Gemeinde Lindhorst hat eine Idee entwickelt, nach der die Lindhorster Gemeindeverwaltung Unterschlupf im neuen Hof Gümmer finden könnte. Bisher hält dort Bürgermeister Hans - Otto Blume nur seine wöchentliche Sprechstunde ab, jetzt könnte er dort ein festes Domizil finden.
Jetzt soll verhandelt werden und die alte Vereinbarung deshalb kommissarisch weiterhin Gültigkeit besitzen. Geht es nach SPD - Fraktionssprecher Horst Schimmelpfennig, dann ist das Ergebnis der Verhandlungen noch offen: "Wo wir landen werden, das werden wir sehen." Die CDU - Ratsmitglieder stimmten der angestrebten Verhandlung bis auf Reinhard Falke zu.
Er befürchtet, dass sich der Rat mit einem eventuellen Umzug der Gemeindeverwaltung auf "Glatteis" begibt. Der Rat stimmte den Gesprächen jedoch bei einer Nein- Stimme mit klarer Mehrheit zu. Foto: privat