1. Erfolg erfordert immer höheren "Einsatz"

    Sparkasse Schaumburg in schwierigem Umfeld weiterhin erfolgreich

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    RIEPEN (pd). Von vielen, nicht "hausgemachten" Faktoren, wurde die Entwicklung der Sparkasse Schaumburg im vergangenen Geschäftsjahr beeinflusst. Die anhaltende Dollar-Schwäche und die drastisch gestiegenen Energiekosten haben durchaus Auswirkungen auf das Geldinstitut gehabt, wenn auch nicht in unbedingt negativem Maße wie von Experten zu befürchten war. Das die "goldenen Zeiten" vorbei seien und die Verteilungskämpfe "gnadenloser" verlaufen würden, bestätigte Hans Heinrich Hahne vom Sparkassen Vorstand bei der Bilanz-Pressekonferenz 2007 im "Schmiedegasthaus Gehrke". "Trotzdem sind wir erfolgreich", hob Vorstandssprecher Günther Klußmeyer hervor.

    Die Sparkasse Schaumburg sieht sich in einem schwierigen Umfeld weiterhin auf der Erfolgsspur. Die ganzheitlichen Beratungskonzepte würden greifen und bei den Wertpapiergeschäften sei eine deutliche Belebung im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen.

    Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Beginn des letzten Jahres habe sich nicht als besonders großes Problem dargestellt. Vorstandsmitglied Rolf Watermann zeigte sich zufrieden mit dem Kundengeschäft. In seiner Analyse ging er auf die herausragenden Erkenntnisse ein. Während sich die private Kreditnachfrage abgeschwächt habe, sei die gewerbliche Nachfrage angezogen. Die Neubaukonjunktur sei "am Schwächeln". Daher habe es eine massive Trendwende von der Neubau-Finanzierung hin zur Kaufpreisfinanzierung bei Bestandsimmobilien gegeben. Als Erfolgsgeschichte habe sich die Reihe der "Sonderprogramme" in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft erwiesen, die in diesem Jahr mit dem Thema "Energiesparen" fortgeschrieben werden soll. "Wir sehen dies auch als ein Konjunkturprogramm für die heimischen Handwerksbetriebe", fügte Watermann an. Ausgesprochen positiv hätten die Sparkassen-Firmenkunden die "Strategiegespräche" beurteilt.

    Der Immobilienmarkt in Schaumburg habe nach deutlicher Abschwächung 2006 im vergangenen Jahr eine Belebung erfahren, wobei das zunehmende Angebot an Bestandsimmobilien bei steigender Nachfrage auch zu einem großen Preisdruck geführt habe. Wie auch im bundesweiten Trend habe die Nachfrage nach Baugrundstücken im Landkreis deutlich nachgelassen. Die Kunden im Immobiliengeschäft würden die ganzheitliche Beratung inklusive Finanzierung, Versicherungen und Bausparen nach wie vor honorieren. Das Versicherungsgeschäft bezeichnete Watermann als Wachstumsfeld der Sparkasse Schaumburg. Vor allem die Angebote zur Altersvorsorge würden stark nachgefragt. Die "Agentur Sparkasse" mit deutlichem Wachstum in 2007 sei mit drei weiteren Versicherungsspezialistinnen aufgewertet worden.

    Das Einlagen- und Wertpapiergeschäft wurde von Vorstandssprecher Klußmeyer analysiert. In diesem "hart umkämpften Markt" habe sich das Geldinstitut gut behaupten können, so seine Einschätzung.

    Die zweite Auflage des "Schaumburger Zinsschatzes" habe mit 42 Millionen Euro das Startjahr nochmals um zwei Millionen Euro übertreffen können. Bereits wenige Wochen nach der Einführung des Programms "S-Kapital online" am 1. November 2007 habe die Sparkasse 3400 Geschäftsabschlüsse über diese Schiene registrieren können, bilanzierte der Sprecher weiter. Die Bestände im Wertpapiergeschäft konnten um rund 15 Prozent ausgebaut werden, dabei bilden die Fondsanlagen mit 31 Prozent klar den Schwerpunkt. In diesem Jahr werde auch die Sparkasse Schaumburg viele Auswirkungen in Bezug auf die Einführung der Abgeltungssteuer verspüren, zeigte sich Klußmeyer überzeugt. Alles in allem werde die Sparkasse sich weiter als "Schaumburgs größtes Beratungshaus mit vielschichtigen Angeboten am Markt" bewähren können. Bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses konstatierte Hans-Heinrich Hahne, dass sich das Unternehmen im niedersachsenweiten Vergleich überdurchschnittlich gut habe positionieren können. Der Jahresüberschuss werde zur Stärkung von Eigenkapital und Reserven eingesetzt. Die Sparkasse Schaumburg werde ihre Kunden dauerhaft als verlässlicher Finanzdienstleister begleiten "Von der Produktberatung bis zur Problemlösung in jeder Lebenssituation". Dies stelle eine überzeugende Alternative zur "Ein-Produkt-Strategie" viele Wettbewerber dar. Die Frage nach dem Wettbewerbsdruck durch Finanzdienstleister überhaupt beantwortete Klußmeyer mit der Feststellung "Wer nur wegen des Preises kommt, der geht auch wegen des Preises" und ergänzte: "Wir müssen beweisen, dass wir das auch können".

    Bei der Sparkasse Schaumburg werde man auch zukünftig auf die ganzheitliche Beratung und eine breit gefächerte Produktpalette setzen.

    Eine dauerhafte Finanzpartnerschaft statt eines "schnellen Einmalgeschäftes" würde Kunden und die Sparkasse gleichermaßen stärken.

    Hans-Heinrich Hahne verhehlte aber nicht seine Einschätzung, dass ein weiterer Erfolg auch einen immer höheren "Einsatz" erfordern werde. Foto: pd

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