1. Rat entscheidet knapp

    "Rasen sähen und Trampelpfade pflastern"

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    RINTELN (ste). Wie man die Gefahren für die radfahrenden Schulkinder im Industriegebiet Süd mindern kann, darüber war man sich im Rintelner Rat nicht einig. Am Ende votierten 17 Ratsmitglieder gegen eine weitere Sicherung durch Piktogramme und 14 wollten mehr Farbe auf der Straße.

    Das Industriegebiet Süd sollen Kinder möglichst nicht zum Schulweg nutzen: "Zu gefährlich!"

    Die Philosophien, die hinter den Entscheidungen steckten, waren beide nicht von der Hand zu weisen. So hatte die WGS-Fraktion im Ortsrat Krankenhagen zusammen mit den WGS‘lern aus dem Rintelner Rat dafür plädiert, farbliche Markierungen von Radfahrstreifen im Bereich Heisterbreite/Aldi und Am Stumpfen Turm auf zu bringen. Gert Armin Neuhäuser begründete seinen Vorstoß schlüssig damit, dass die Kinder schlichtweg das Angebot des Radweges an der Extertalstraße nicht annehmen und die Pigmentierungen auf der Straße zumindest ein Stück weit mehr Sicherheit bringen.

    Doch eben dieses "Stück weit" machte anderen Ratsmitgliedern Bauchschmerzen. Ursula Helmhold wusste, dass nicht der kürzeste auch immer der beste Schulweg ist und wollte den Kindern nicht etwas anbieten, das nicht der Weg der Vernunft sein. Auch für Gerlinde Göldner-Dorka wäre nur ein echter Radweg auch eine Sicherheit, die sie den Kindern als Streckenführung anbieten wollte. Doch der sei finanziell nicht zu leisten. Eine "Pflastermalerei" wollte sie nicht unterstützen.

    Die Eltern sollten darauf hingewiesen werden, dass die Kinder den sicheren Schulweg an der Extertalstraße nutzen sollen, forderte Klaus Wißmann. "Entgegen der Realität", wie Barbara Leibelt-Menzel empfand, denn die Kinder fahren nun einmal durch das Industriegebiet, auch wenn noch so geredet werde. Unterstützung erhielt sie von Dr. Marc Lemmermann. Wie man Wegeplanung an den Bedürfnissen der Menschen orientiere, wusste der genau: "Rasen sähen und die Trampelpfade pflastern!" Soll heißen, dass genau dort, wo Verkehre entstehen, auch Sicherheit hingehöre, so Lemmermann.

    Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz schlug vor, im Bereich des Industriegebietes Informationsgespräche zusammen mit Polzei und Schule zu führen, um die Kinder auf den sichereren Radweg an der Extertalstraße zu bekommen. Er befürchtete, das durch das Hochregallager von riha-Wesergold der Lkw Verkehr im Industriegebiet zunehmen werde und die Sicherheit der Kinder auch mit Piktogrammen auf der Straße nicht zu gewährleisten sei. Foto: ste

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