HÜLSEDE (al). Die Organisatorengruppe "Hüschmei" bleibt auf dem bei ihrem Burgfest entstandenen Minus nicht sitzen. Der Rat der Gemeinde Hülsede folgte jetzt einem Antrag und bewilligte 300 Euro. Zuvor aber gab es einige kritische Stimmen.
"Hüschmei" hatte seine Bitte ausführlich belegt. Den Einnahmen aus Eintrittsgeld und Verzehr in Höhe von 1941 Euro standen Aufwendungen und Honorare von 2250 Euro gegenüber. "Wenn ich diese Zahlen sehe, ist das nicht gut gelaufen", setzte Dirk Tetzlaff (CDU) an. Ihm stach der Beitrag von 300 Euro für eine Haftpflichtversicherung ins Auge. Hätte ein Verein die Trägerschaft gehabt, wäre diese Ausgabe vermeidbar gewesen.
Dem widersprach Marion Passuth (SPD), die selbst die Veranstaltung mitorganisiert hatte: "Auch ein Verein muss extra zahlen", wusste sie von den örtlichen Musikern.
Der Minusbetrag hätte aus ihrer Sicht jedoch gar nicht entstehen müssen: "Unser Termin stand so lange fest, und der TuS Concordia wollte darauf Rücksicht nehmen." Dann aber sei ausgerechnet an diesem Tag um 16 Uhr ein Fußballspiel im Rahmen der Sportwerbewoche angesetzt worden: "Da waren bei uns die Besucher weg." Dies sei mit ein Grund für die Einnahmeausfälle gewesen.
"Wir wollen das Geld ja zahlen", erwiderte Tetzlaff, "doch ich möchte Hüschmei sensibilisieren, dass das nicht wieder vorkommt". Gemeindedirektor Uwe Heilmann verwies auf ähnliche Veranstaltungen im Samtgemeindebereich: "Leider sind diese oft nicht mehr kostendeckend."
Deshalb müssten ausrichtende Vereine unterstützt werden: "Sonst findet bald gar nichts mehr statt." Er schlug vor, künftige "Hüschmei"-Vorhaben unter das Dach der Gemeinde zu bringen: "Das könnte dann so eine Art Ferienspaß-Aktion werden."