1. Schulfonds und offenes Ganztagsangebot geplant

    Grundschule kann flexibel handeln / Erste Gespräche mit Kooperationspartnern

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    OBERNKIRCHEN (mk). Im Oktober hatte die SPD-Fraktion den Antrag auf Einrichtung eines Schulfonds für die Grundschule "Am Kammweg" gestellt. Ziel des Antrages ist es, bedürftigen Kindern schnell und unbürokratisch helfen zu können. Verwaltet werden sollen die Mittel von der Grundschule selber.

    Doch genau in der unbürokratischen Vergabe sahen die Mitglieder des Schulausschusses Probleme. Was ist mit dem Gleichheitsprinzip und was, wenn es Personen gibt, die die Hilfe in Anspruch nehmen, obwohl sie gar nicht bedürftig sind? Gerade in Bezug auf einen Fonds für das Mittagessen, so die einhellige Meinung, sollte man auf eine landkreisweite Regelung warten und dann einen separaten Fonds einrichten. Aus diesem Grund beschränkte man sich im Ausschuss auf folgenden Beschluss: Der Schulfonds wird eingerichtet, die Verwaltung übernimmt die Grundschule und es werden Haushaltsmittel von 2000 Euro bereitgestellt. Somit sei gewährleistet, dass beispielsweise bei fehlenden Arbeitsmitteln Klassensätze angeschafft werden können.

    Weiteres Thema des Schulausschusses war die Einführung eines offenen Ganztagsangebotes an der Grundschule "Am Kammweg". Schule und Rat haben bereits Beschlüsse gefasst, nun folgt die inhaltliche Konzeption sowie die Ermittlung der Kosten.

    Denn im Rahmen eines Ganztagsangebotes müssen die Schüler Mittags versorgt werden und alleine der Bau einer Mensa schlägt mit rund 30 000 Euro zu Buche. Hinzu kommen dann noch Personalkosten. Denn das Land stellt keine Lehrerstunden zur Verfügung und genehmigt den Ganztagsbetrieb nur im Rahmen einer Kooperation mit örtlichen Vereinen und Verbänden. Erste Gespräche hat die Verwaltung mit der Kreisjugendmusikschule geführt, die auch bereit ist, ihre Arbeit an der Grundschule auszuweiten. Zusätzlich will man nun Angebote der Vereine einholen, um dann ein vollständiges Konzept zu erarbeiten.

    Nach den Weihnachtsferien steht eine erste, unverbindliche Befragen von Eltern in Frage kommender Schüler an, um den Bedarf zu ermitteln. Dies alles ist erforderlich, um einen formellen Antrag beim Land stellen zu können. Ende März müssten dann verbindliche Anmeldungen erfolgen. Denn man will das offene Ganztagsangebot bereits zum kommenden Schuljahr einführen.

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