1. Bouler geben nicht auf BSV will weiter um eine Boulebahn kämpfen / Die FDP bezieht Stellung

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    RODENBERG (pd). Die Zeichen stehen weiter auf "Einsatz". Denn mit der Abfuhr, die der Boulesportverein Rodenberg (BSV) bei der letzten Fachausschuss-Sitzung erhalten hat, wollen sich die engagierten Boulesportler nicht abfinden. Ganz im Gegenteil: Sie wollen verstärkt für den Verein und den Boulesport in Rodenberg "Flagge zeigen". Ideen, um noch mehr Mitglieder zu bekommen und um auf den Verein aufmerksam zu machen, gebe es genug, so die Vereinsvorsitzende Ulrike Meyer.

    Im Verlauf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ist natürlich das Thema "Bouleplatz" der Aufhänger gewesen. Der "Verein ohne Bahn" wolle sich jetzt noch besser organisieren und verstärkt in die Öffentlichkeit gehen. Der BSV will Turniere anbieten, auch für Kinder und Senioren. Nachgedacht wird auch über eine Teilnahme am ROWOKI-Programm im nächsten Jahr.

    Unmut kam in der Zusammenkunft auf, als Ulrike Meyer und Martin Bühre den Mitgliedern zu erklären versuchten, aus welchen Gründen der Wunsch des BSV nach einer Bahn bislang gescheitert ist. In kurzen Zügen umriss die 1. Vorsitzende noch einmal das ganze Paket an Schriftverkehr und Gesprächen, das sie in den vergangenen Monaten mit Ratsvertretern und Verwaltung geführt hat. Die anwesenden Mitglieder stellten die Frage, warum denn die Ratsvertreter die Bemühungen des BSV so wenig honoriert hätten, auf der anderen Seite aber stets ihr Bemühen um die Belange von örtlichen Vereinen hervorheben würden.

    Kurz kam eine Debatte darüber auf, ob der Verein nicht doch den angebotenen Platz am Kleinen Brunnen hätte akzeptieren sollen. Doch die Boulespieler halten das Areal nach wie vor für ungeeignet, auch wegen der Nähe zur viel befahrenen Straße. Hier könne man nicht mit ruhigem Gewissen Kinder spielen lassen, das wäre viel zu gefährlich, sind sich die BSV-Mitglieder nach wie vor einig.

    Die Mitglieder einigten sich schließlich darauf, nach Flächen und Wegen zu suchen, auf denen wenigstens provisorisch Spiele oder sogar Turniere ausgetragen werden können. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und den Verein aufzulösen, werde man jetzt weiter um eine Boulebahn kämpfen, so die einhellige Meinung der Anwesenden.

    Schützenhilfe kommt von der FDP. Unabhängig von der Mitgliederversammlung des BSV hat der FDP-Ratsherr Ignaz Stegmiller deutlich Stellung zu dem Thema bezogen. Zum einen hat er einen Antrag gestellt, auf der nächsten Ratssitzung am 20. Dezember, um 19 Uhr im "Ratskeller" das Thema "BSV Rodenberg – Platzsuche" in die Tagesordnung aufzunehmen. Das ist inzwischen auch geschehen. Stegmiller begründet seinen Antrag auch mit der Feststellung, das die Diskussion über eine Boulebahn für den BSV schon das gesamte Jahr 2007 andauern würde. In Richtung CDU/WGR erinnert Stegmiller an die Ausschusssitzung Jugend, Kultur, Sport und Heimatpflege zum Beginn dieses Jahres. Dort sei einstimmig Geld für die Förderung des Boulesports bereitgestellt worden. Außerdem würden offiziell alle für die Förderung von Vereinen sein. "Dabei stellt sich mir die Frage, warum keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann?" Der Boulesport würde in Schaumburg und Rodenberg doch boomen. Die Probleme müssten nach seiner Einschätzung wohl an anderer Stelle liegen.

    Unter anderem denkt Stegmiller da an einige Kommunikationsprobleme, auch bedingt durch den nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss. "Hätte es eine öffentliche Sitzung zu dem Thema unter Beteiligung aller Ratsmitglieder gegeben, so wären die Positionen zumindest klar gewesen. Dann wüsste der BSV, woran er ist und wüsste, welches Ratsmitglied welche Positionen vertritt", ist der FDP-Ratsvertreter überzeugt. Stegmiller schlägt als Lösung eben eine abschließende Debatte vor dem gesamten Rat am 20. Dezember vor. Bei der Gelegenheit hätte dann jedes Ratsmitglied die Chance für eine Stellungnahme, ebenso der BSV. "Vielleicht lässt sich ja in der Vorweihnachtszeit eine einvernehmliche Lösung im Sinne aller finden…", hofft Stegmiller.

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