BORSTEL/HATTENDORF (tt). Die geplante Erweiterung der Biogas-Anlage war wieder einmal Thema der Bauausschusssitzung der Gemeinde Auetal, die diesmal im Dorfgemeinschaftshaus in Borstel stattfand.
Da der im Februar aufgestellte Planentwurf zwischenzeitlich geändert wurde, nahmen die Ausschussmitglieder die Änderungswünsche zur Kenntnis, die von Matthias Reinhold vom Planungsbüro Reinhold in der Sitzung vorgestellt wurden. Danach verfolgen Landwirt Oldendorf und Partner als Investoren der Anlage in der "Lust" in Hattendorf nicht mehr den Bau einer 1,5 Megawatt-Anlage, sondern beantragen nur noch 1,2 Megawatt. Im Bau befindet sich zurzeit eine 500 Kilowatt-Anlage (wir berichteten), die im zweiten Schritt auf 750 Kilowatt ausgebaut werden soll. Ob dann später auch noch auf die Option auf die geplante 1,2 Megawatt-Anlage gezogen wird, muss abgewartet werden. Kernpunkt bei vorangegangenen Versammlungen und Bürgerveranstaltungen war der an- und abfahrende Schwerlastverkehr, der in der Erntezeit Biomasse anliefert, um die Anlage zu bestücken. "Hier wurde uns in der Vergangenheit das wirkliche Ausmaß der Belastungen vorenthalten" kritisierte der Ausschussvorsitzende Andreas Watermann (SPD).
Der neue Planentwurf sieht unwesentliche Änderungen auf der Hofstelle des Landwirtes vor, die sich im Wesentlichen den bisherigen genehmigten Entwürfen anpassen.
Bei der 1,2 Megawatt-Anlage käme zu den bereits zwei Fermentern ein weiterer dazu. Die An- und Abfahrten der Zulieferer werden von jetzt neun Fahrten pro Stunde auf 11 Fahrten angehoben. "Allerdings beziffert sich dieses Ergebnis ausschließlich auf die Erntezeit", versucht Matthias Reinhold die Dimensionen realistisch einzuordnen. Als Biomasse kommen für die Hattendorfer Anlage 100 Hektar Mais, 50 Hektar Gras und 50 Hektar Grünroggen in Frage sowie flüssige Gülle, die 2 bis 3 Prozent der Gesamtmenge ausmacht. Während Grünroggen im Mai und Gras von Mai bis Oktober geerntet werden können, ist im September/Oktober mit der Ernte von Mais zu rechnen.
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Die Biogas-Anlage in Hattendorf bleibt weiter Gesprächstoff.