POHLE (al). Die alte Hausordnung für das Pohler Dorfgemeinschaftshaus bleibt vorerst weiter in Kraft. Fast eine halbe Stunde lang diskutierte zwar der Rat über einen neuen Entwurf und über die Anhebung der bisherigen Benutzungsentgelte. Dabei aber stellten sich mehrere Ungereimtheiten in den Formulierungen heraus. Schließlich erklärte sich Ratsfrau Sabine Bartels (SPD) bereit, die Bestimmungen zu überarbeiten. Die ausgebildete Juristin will rechtzeitig vor der nächsten Ratssitzung beiden Fraktionen ihren Vorschlag übermitteln.
Weitgehend einig war sich der Rat über die künftige Höhe der Gebühren. Sie steigen um etwa zehn Prozent. Ortsansässige zahlen für Familienfeiern und andere ganztägige Veranstaltungen 100 Euro. Wer den sogenannten "kleinen Raum" nur halbtags nutzt, gibt 35 Euro, ganztags sind 55 Euro vorgesehen. Von auswärtigen Nutzern werden 140 Euro, beziehungsweise 40 Euro und 80 Euro erbeten. Minderjährige dürfen die Räume nur mieten, wenn sie ortsansässig sind und mindestens ein Erziehungsberechtigter die Aufsicht während der jeweiligen Veranstaltung führt. Das muss mit dem Hausmeister auch konkret verabredet werden.
Ins Stolpern geriet der Rat bei seiner Diskussion in weiteren Detailfragen, die die neue Hausordnung klären soll. Ralf Wilkening (SPD) forderte jedoch "eindeutige Formulierungen", um mögliche spätere Differenzen zwischen Gemeinde und Nutzern zu vermeiden. Daraufhin stimmte der Rat dem Vorschlag Bartels’ zu.
Es wurde aber beschlossen, für die Übergangszeit die Nutzungsgebühr für den neuen Grillstand auf 20 Euro festzulegen und dies dem Hausmeister mitzuteilen. Noch werden zusätzlich die Stromkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch in Rechnung gestellt. Gemeindedirektor Uwe Heilmann regte jedoch eine Pauschalierung an: "Der Personaleinsatz im Rathaus bei der Rechnungserstellung kommt uns teurer als die Bezahlung des verbrauchten Stroms."
Dass die neue Hausordnung nicht bis ins letzte Detail durchdacht war, machte die Anfrage einer Zuhörerin deutlich: Wenn ein Verein den Grillstand nutzen wolle, werde dann auch die Gebühr für das Dorfgemeinschaftshaus fällig, da nur so der Zugang zu den Toiletten möglich sei. "Das müssen wir ebenfalls regeln", befand Bürgermeisterin Gerlinde Mensching.