1. Exakte Fusionsgespräche gehen dem Vorstand dann doch zu weit

    Mitglieder wollen erst in einem Jahr über die Zukunft sprechen / Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter den Sportlern

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    HATTENDORF (tt). Zum Ende der Jahreshauptversammlung des Sportvereins wurde noch einmal lebhaft diskutiert, nachdem unter dem Punkt Verschiedenes das Vorstandsmitglied Friedbert Gellermann von Fusionsgesprächen mit anderen Auetaler Fußballvereinen sprach. Gerüchte kursierten schon eine Weile im Ort, doch als es jetzt deutlich ausgesprochen wurde, zeigten sich einige der rund 60 Mitglieder dann doch ein wenig überrascht und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Zuvor war es wie immer auf der Versammlung, die Rechenschaftsberichte waren schnell abgehandelt und der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Günter Badorek bleibt weiter Vorsitzender, Stefan Müßel sein Stellvertreter. Die Finanzen verwaltet Reinhard Peter, den Schriftverkehr bewältigt Uwe Warnecke, der sich allerdings Verstärkung aus den Reihen der Mitglieder wünscht, um die Vereins-Homepage auf dem Laufenden zu halten. Die Damenabteilung wird weiterhin von dem "Viergestirn" Bärbel Tegtmeier, Helga Watermann, Katrin Ackmann und Anne Tegtmeier geleitet.

    Für den Jugendfußball möchte sich weiterhin Rolf Müller einsetzen, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen noch. In Abwesenheit hinterließ Müller einen Brief, der die Unzufriedenheit des Trainers und Betreuers ausdrückte. Trotz allem blickte der Vorsitzende auf ein erfolgreiches und abwechselungsreiches Jahr zurück. Nach dem Preisskat, einer erfolgreichen Sportwerbewoche und dem tollen Oktoberfest mit allen örtlichen Vereinen geht es dem Verein auch finanziell nicht schlecht. Für ihre 40-jährige und 25-jährige Mitgliedschaft nahmen Hartmut Haverland und Heidi Peter Auszeichnungen entgegen. Sportler des Jahres wurden Carina Wittek und Thomas Peter. "Es lief zwar nicht immer alles rund, aber sportlich hat unsere 1. Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse eine tolle Serie gespielt", so Spartenleiter Friedbert Gellermann in seinem Jahresrückblick. Lediglich im Jugendbereich und im Alt-Herren-Bereich gibt es Defizite, die letztendlich dazu geführt haben, mit anderen Vereinen Gespräche über die Zukunft zu führen.

    Die Gespräche mit Vertretern des TuS Rehren und dem TuS Kathrinhagen führte er mit dem Jugendwart Rolf Müller.

    Zunächst ging es um Spielgemeinschaften im Jugendbereich, später kam das Thema einer Fusion auf den Tisch. Das ging dem Vorstand des SV dann doch zu schnell und zu weit, die Gespräche wurden abgebrochen. Inzwischen ist bekannt geworden, dass die Vorstände des Turn- und Sportverein Rehren und die Kathrinhäger Sportler zu einer Fusion unter Voraussetzung der Zustimmung der Mitglieder im nächsten Jahr bereit sind. Mit viel Herzblut für die eigenen Farben machte Friedbert Gellermann den Versammlungsteilnehmern klar, was passieren kann, wenn der Sportverein auf den Zug nicht aufspringt: "Jetzt haben wir mit den 1. Herren noch ein Faustpfand in der Hand, doch was passiert in zwei, drei Jahren, wenn die Mannschaft keinen Erfolg mehr hat und aus der Jugend kein Nachwuchs mehr kommt ?" Das Fazit ist schnell gezogen. Mehrheitlich wollen die Mitglieder, dass die Gespräche mit den anderen Vereinen nicht abreißen sollen, doch erst auf der Jahreshauptversammlung im nächsten Jahr soll der Punkt auf die Tagesordnung gesetzt werden. Foto: tt

    Günter Badorek (re.) ehrt die langjährigen Mitglieder Heidi Peter und Hartmut Haverland.

    Spartenleiter Werner Ackmann (re) mit den Sportlern des Jahres Carina Wittek und Thomas Peter.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an