1. Der Landkreis investiert zwei Millionen Euro in die Kreisstraßen

    Neue Regenwasserkanäle sollen Hochwassergefahr mindern

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    BORSTEL (tt). Der Sanierung der Ortsdurchfahrt (K68/K69) Borsteler Straße und Osterfeld steht nichts mehr im Wege, nachdem die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ihre Zusage erteilt hat. Der geplante Ausbau beginnt zirka 60 Meter nördlich vor der Auebrücke und endet zirka 20 Meter hinter dem Grundstück Osterfeld 18. Weiterhin wird der Anschluß Schaumburger Weg bis hinter das Grundstück Kluge geführt. Der gemeinsame Rad- und Gehweg wird im Bereich der vorhandenen Gehweganlagen bleiben. Als Überquerungshilfen werden vor der Auebrücke (Grundstück Bredemeier) und im Einmündungsbereich Borsteler Straße/ Osterfeld je eine Verkehrsinsel angelegt, die zusätzlich für eine Geschwindigkeitsreduzierung sorgen soll. Die Fahrbahn erhält eine Breite von 5,50 Metern, der Rad-/Gehweg eine Breite von 2,75 Metern. Allerdings wird es in einigen Bereichen zur Verringerung der Ausbauarbeiten kommen, weil der natürliche Verlauf nicht mehr Fläche hergibt. Wie in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses bekannt wurde, werden gleichzeitig noch umfangreiche Kanalarbeiten durchgeführt, die im Rahmen des Hochwasserschutzes den Ort von Überflutungen schützen sollen. Das Ingenieurbüro Kirchner, dass die Straßensanierung wie auch den Kanalbau durchführen wird, stellte den Ausschussmitgliedern zwei Varianten vor, wie das anfallende Oberflächenwasser abgeführt werden könnte. Während in der ersten Variante das gesamte Wasser der Außengebiete durch die Rohre in die Aue abgeleitet wird, sieht Variante 2 zusätzlich den Bau eines Grabens vor, der westlich um den Ort herumführt und das Wasser ebenfalls in die Aue leitet. Für Rolf Wittmann vom NABU ein bisschen zu viel des Guten, denn er befürchtet, dass im Falle eines Unwetters die Aue das abfließende Wasser nicht gänzlich aufnehmen kann. "Viel besser wäre eine großflächige vorhandene Mulde oberhalb des Ortes zu nutzen, um das Wasser aufzufangen und versickern zu lassen". Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet, hängt auch vom Verwaltungsrat ab, der mit Kosten von rund 400.000 Euro für den Kanalbau zu rechnen hat. Es können lediglich 85.000 Euro als Zuschuß vom Landkreis Schaumburg erwartet werden. Die Kosten der Straßensanierung in Höhe von rund 2 Millionen Euro trägt der Landkreis allein. Im nächsten Jahr soll das Plangenehmigungsverfahren durchgeführt werden, damit im Jahr 2009 mit dem Ausbau begonnen werden kann. "Der Ort wird ein völlig neues Gesicht erhalten", ist sich Bürgermeister Thomas Priemer sicher, der durch die Maßnahme mehr Verkehrssicherheit und eine bessere Schulwegsituation verspricht. "Auch die Anlieger haben die Chance, ihr eigenes Grundstück den neuen Gegebenheiten anzupassen", so der Bürgermeister weiter, der die Borsteler Bürger zur Mitarbeit in der Planungsphase aufruft. Im Januar soll es bereits eine erste Bürgerversammlung geben, in der Anlieger noch mehr Informationen erhalten. Foto: tt

    Am Schnittpunkt beider Kreisstraßen wird eine Verkehrsinsel für mehr Sicherheit sorgen.

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