BAD NENNDORF (Ka). Der 5. Geburtstag der Jüdischen Gemeinde Bad Nenndorf unter dem Vorsitz von Marina Jalowaja ging wie junge Geburtstag bunt, lebendig, mit viel Frohsinn und zahlreichen Überraschungen einher. Die Aufregung in den Augen der Vorsitzenden legte sich erst, als sich der kleine Wandelhallen-Saal zunehmend füllte.
Selbst aus Braunschweig und Minden haben sich die Gäste auf den Weg gemacht, um das besondere Event live mitzuerleben und zur guten Stimmung beizutragen. Gute Laune wohin sich der Blick wendete, nicht zuletzt, weil die Musikgruppe "Mizwa" schwungvolle Töne in die Luft wirbelte und die jüdische Volksmusik in Szene setzte. Von Klezmer über Folklore, bis hin religiösen und tänzerischen Weisen zauberten die professionellen Musiker das Liedgut in die Atmosphäre. Unter den Gästen waren der Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese, die Stellvertreterin des jüdischen Landesverbandes Marya Sofer-Kindermann und Vertreter des Bündnisses "Bad Nenndorf ist bunt" auszumachen. Jalowaja ging in ihrer feierlichen Eröffnungsrede auf das gute Miteinander und das Ziel des Kennenlernens ein. Die jüdische Kultur näher bringen und ein Abbau von Vorbehalten und Ängsten schaffen, sind immer wieder Ziel der jüdischen Gemeinde. Positive Erlebnisse und Erfahrungen sollen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ersetzen. Die über 100 Mitglieder der jüdischen Gemeinde und die zahlreichen Gäste aus der Bevölkerung rückten zusammen und genossen die köstlichen Spezialitäten vom Buffet. Informative Broschüren über die jüdische Gemeinde lagen auf den Tischen zur Einsicht aus und vermittelten Einblicke in zahlreiche Aktivitäten. Die Gemeinschaft lud anschließenden zu einem Kulturhöhepunkt mit dem "Schostakowitsch Trio" ein. Die drei Musiker beherrschten ihre Instrumente auf höchstem technischen Niveau und malte tschechische Folklore in die Luft. Das Zusammenspiel der Musiker begeisterte alle Geburtstagsgäste. Foto: ka
Treffpunkt Buffet! Das fünfte Bestehensjahr der jüdischen Gemeinde wird mit traditionellen Gaumenfreuden gekrönt.