1. Bergstadt möchte Gesamtschule

    Rat spricht sich für die Beantragung beim Schulträger aus

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    OBERNKIRCHEN (mr). Pfiffigerweise ist der Rat Obernkirchen auf seiner letzten Sitzung eventuell dem einen Antrag schon mit dem einstimmigen Beschluss eines anderen beigekommen.

    Im dem sich die Mitglieder für die Einrichtung einer Gesamtschule im Schulzentrum "Am Ochsenbruch" aussprachen, würde sich der teure und bezüglich der Flächenverhältnisse mit der Nachbarkommune Nienstädt nicht ganz einfache Antrag auf einen Lückenschluss des Fuß- und Radweges entlang der Landstraße (L) 442/Sülbecker Weg zwischen Ortseingang Obernkirchen und der B 65 fast erübrigen.

    Denn dann müssten schon einmal die Schüler den gefährlichen Radweg nicht länger nutzen, um das Gymnasium oder die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Stadthagen zu erreichen.

    Erstmal ist die Verwaltung beauftragt, beim Landkreis als Schulträger die Gesamtschule im Schulzentrum "Am Ochsenbruch" zu beantragen. Wie bereits bekannt, entscheidet sich mit der Landesregierung, ob weitere Gesamtschulen errichtet werden dürfen oder nicht.

    Bürgermeister Oliver Schäfer betonte, dass es gelte, diese potentielle Aufwertung für Obernkirchen zu nutzen. Der Eltern- und Lehrerwille sei da. Bei einer Umfrage hätten 82 Prozent eine Kooperative Gesamtschule (KGS) bevorzugt, erläuterte Jörg Hake (SPD). Somit hat die Fraktion ihren Antrag bezüglich IGS oder KGS extra offen gehalten.

    Doch trotz des "Lückenschlusses" von der erhofften Gesamtschule, durch die Schüler nicht mehr nach Stadthagen radeln müssten, war jedem Ratsmitglied die Gefahr, die durch den fehlenden Radweg an der L 442 ausgeht, durchaus bewusst. Innerhalb des Radwegekonzeptes des Landes sei kein Lückenschluss vorgesehen, erläuterte der Antragsteller Bernd Kirsch (WIR). Auf Grund einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Umleitungen bei Staus auf der A 2 sei die Strecke stark befahren, gleichzeitig aber ein wichtiger Weg für Schüler und dem Radtourismus. Sein Vorschlag über den bisher noch unbefestigten Feldweg einen Radweg herzustellen, führe teilweise über Flächen der Gemeinde Nienstädt, warf Martin Schulze-Elvert (CDU) ein. Auch Wilhelm Mevert (SPD) sprach sich zögerlich aus, sollte in jedem Fall geprüft werden, ob dieser Radweg Aussicht auf Bezuschussung hätte. Mit der Entscheidung, den Antrag dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zur Überprüfung zu geben, konnten letztendlich alle gut leben.

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