RODENBERG (pd). Der rückläufige Trend in Bezug auf das Interesse an den ROWOKI Ferienaktionen in diesem Jahr sorgte für eine angeregte Diskussion im Verlauf der jüngsten Sitzung für Jugend, Sport, Kultur und Heimatangelegenheiten. Viele Kinder, so Manuela Kleinschmidt von der Verwaltung, seien trotz Anmeldung zu verschiedenen Termin nicht erschienen. Es sei auch einige Male vorgekommen, dass Veranstaltungen aufgrund fehlender Anmeldungen ausfallen mussten.
Die Frage nach den Gründen werden sich die Verantwortlichen in einer nächsten Gesprächsrunde mit allen an der Ausarbeitung des Ferienprogramms "Rodenberger Woche des Kindes" stellen müssen. Das Konzept müsse neu überdacht werden, so die Sachbearbeiterin. 400 Hefte seien verteilt worden. "Vielleicht sollte man eine Gebühr bei der Anmeldung erheben?", fragte sie in die Runde.
Dies sei nur gerecht, denn schließlich würden sich die Veranstalter ja auch genau vorbereiten und es wäre für sie ärgerlich, wenn trotz genügender Anmeldungen dann nur wenige oder gar keine Kinder erscheinen würden. Fred Angerstein, Beisitzer im Ausschuss, stellte die Frage, ob denn tatsächlich genügend ROWOKI-Pässe verteilt worden wären. Das Auslegen in den Geldinstituten und im Rathaus sei zwar üblich, doch in Anbetracht der rückläufigen Zahlen müsse man sich da wohl auch neue Wege überlegen, fand er. So könne er sich vorstellen, die ROWOKI-Pässe in Zukunft auch in der Eisdiele oder im Freibad auszulegen. Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) sah das anders. Wenn die Hefte tatsächlich vergriffen gewesen wären, hätte die Verwaltung schnell weitere Exemplare nachdrucken können. Er sah den Grund für die negative Bilanz in der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche heutzutage sehr viel wählerischer seien und sich "die guten Sachen rauspicken würden".
Marlies Weigelt vom "Backhaus Aktiv" konnte das Problem der fehlenden Verlässlichkeit an Zahlen verdeutlichen. Bei fast allen durchgeführten Ferienspaß-Aktionen gab es mehr Anmeldungen, als dann tatsächlich Kinder erschienen sind. "Das war zum Teil sehr schade und ärgerlich", erklärte sie im Ausschuss.
Im Extremfall habe es zehn Anmeldungen für ein Angebot gegeben, am Ende waren aber nur drei Kinder tatsächlich ins "Backhaus" gekommen. Negative Auswirkungen wird dieser Trend nicht für sie haben, denn der Ausschuss empfahl, Marlies Weigelt den Fehlbetrag in Höhe von 605 Euro zu erstatten. Außerdem bekam sie einen Zuschuss in Höhe von 384 Euro für die Aufstockung der Ausstattung im "Backhaus Aktiv" zugesprochen.