RINTELN (km). Als unzureichend hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen, Ursula Helmhold, die Ankündigungen des Verkehrsministers Walter Hirche bezeichnet, mit flexiblen Überholverboten für Lkw und begrenzten Tempolimits für mehr Sicherheit auf niedersächsischen Autobahnen sorgen zu wollen. Die Grünen wollen im November-Plenum einen Antrag einbringen, der die Einführung eines generellen Tempolimit von 130 Stundenkilometern fordert.
Ursula Helmhold: Flexible Überholverbote für Lkw und begrenzte Tempolimits sind zu wenig
"Minister Hirche soll endlich mit seinem Stückwerk aufhören und statt dessen den Forderungen der Polizei folgen, auf gefährlichen Autobahnen wie der A2 eine Geschwindigkeitsbegrenzung und ein generelles Überholverbot für LKW einzuführen, fordert die Abgeordnete aus Rinteln.
Darüber hinaus könne nur ein flächendeckendes Tempolimit die Autobahnen in Niedersachsen wirklich sicherer machen - das koste nichts und lasse sich sofort umsetzen. Zudem schone die Maßnahme das Klima, weil weniger Kohlendioxid produziert würde. Selbst der Minister, erinnerte Ursula Helmhold, beziehe sich auf Studien, die belegten, dass hohe Geschwindigkeitsdifferenzen für mehr Unfälle sorgten und mehr Schwerverletzte und Todesopfer fordern. Bereits Anfang des Jahres hatte sich die heimische Abgeordnete besorgt über den Anstieg der tödlichen Unfälle auf den Autobahnen gezeigt. Nach der Verkehrsunfallstatistik sei sie Gesamtzahl der Verkehrstoten insgesamt zwar gesunken, die tödlichen Unfälle auf den Autobahnen im Vergleich zum Vorjahr aber dennoch um 10,5 Prozent angestiegen. Besonders schlimm war die Bilanz auf der A2: Zwischen Bad Nenndorf und Bad Eilsen gab es 25 Prozent mehr Unfälle. Auf dem Abschnitt zwischen Bad Nenndorf und Rehren mussten im vergangenen Jahr neun Tote registriert werden. Foto: km