1. Startsignal für das "Anruf-Auto"

    Am 3. Dezember beginnt das Pilotprojekt in der Samtgemeinde / Kostengünstiger Transport

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). In den Ortschaften finden jetzt die Informationsveranstaltungen statt. Ein Faltblatt mit allen notwendigen Informationen ist längst erarbeitet. Und mit Taxiunternehmer Klaus Kühl aus Lauenau hat die Samtgemeinde Rodenberg den verlässlichen Partner für das Projekt "Anruf-Auto" gefunden. Ab dem 3. Dezember können Bürgerinnen und Bürger auf diese Serviceleistung zurückgreifen, die ihnen den kostengünstigen Transport zu Zielen in der Samtgemeinde Rodenberg ermöglicht.

    Sie freuen sich auf den Start des "Anruf-Autos" für die Samtgemeinde Rodenberg: Jürgen Baumgart (v.li.), Taxiunternehmer Klaus Kühl, Heinrich Oppenhausen und Peter Friedrichkeit. Sitzend v.li.: Herbert Weibels, Günther Wehrhahn und Horst Müller.

    Auf Betreiben der SPD-Fraktion im Samtgemeinderat ist die Idee vom "Anruf-Auto" umgesetzt worden. Vorrangiges Ziel sei, so Günther Wehrhahn von der Verwaltung, die weitgehend vom Öffentlichen Personennahverkehr abgeschnittenen Orte in der Samtgemeinde Rodenberg besser an die beiden Zentren Rodenberg und Lauenau anzubinden. Ohne dabei in Konkurrenz mit der Schaumburger Verkehrsgesellschaft zu stehen. Einige Orte seien nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln versorgt. Feggendorf oder Groß Hegesdorf seien in den Ferien durch den Wegfall der Schulbus-Linien unterversorgt. Gerade für ältere Menschen sei es oftmals ein Problem, dringende Besorgungen oder Arztbesuche zu bewältigen, weil ein fahrbarer Untersatz fehle.

    Die Einrichtung eines Bürgerbusses wie er in Bad Nenndorf verkehre, würde einen großen Aufwand und laufende Kosten verursachen. Beim "Anruf-Auto" würden nur dann Kosten anfallen, wenn tatsächlich eine Tour gewünscht wird. Der Kunde könne vor der eigenen Haustür ins Taxi steigen und den Haltepunkt innerhalb der Samtgemeinde individuell bestimmen, führte Wehrhahn weiter aus. Taxiunternehmer Kühl ging auf weitere Modalitäten ein. So soll der Kunde beim Anruf in der Zentrale unter der Rufnummer 05043/2222 unbedingt erwähnen, dass er eine Fahrt mit dem "Anruf-Auto" wolle. Fahrten innerhalb der Samtgemeinde werden mit Fahrzeugen seines Unternehmens von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 bis 18 Uhr erledigt. An Sonn- und Feiertagen ist ein Zugriff auf das "Anruf-Auto" nicht möglich.

    Die einzelne Fahrt innerhalb der Samtgemeinde kostet 3,50 Euro pro Fahrgast. Kinder unter sechs Jahren in Begleitung der Eltern werden kostenlos befördert. Wer sich mit anderen Fahrgästen zusammentut und sich von einem Punkt abholen lässt und sich mit diesen auf einen Zielpunkt einigen kann, dem wird pro Person eine Ermäßigung von einem Euro gewährt. Gruppenfahrt mit fünf und mehr Personen sollten einen Tag zuvor angemeldet werden, damit ein größeres Taxi zur Verfügung steht.

    "Das Anruf-Auto" ist ein Ersatz für fehlende Busverbindungen", macht Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen deutlich. Bei verschiedenen Informationsveranstaltungen – einige sind bereits gelaufen – wolle man auf die Vorteile der neuen Serviceleistung hinweisen. Die nächsten Info-Abende sind am 26. November um 19 Uhr im Reinsdorfer Schützenhaus, am 27. November um 18.30 Uhr im Clubraum von "Alten Friedrich" in Apelern, und am 29. November um 19 Uhr im "Hotel Berghof" in Apelern. Hülsedes Bürgermeister Herbert Weibels geht andere Wege, um auf die Vorzüge des "Anruf-Autos" aufmerksam zu machen. Er wird zukünftige Versammlungen und die Bürgerstunden dafür nutzen. Horst Müller vom Seniorenrat der Samtgemeinde Rodenberg appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, von dem Angebot unbedingt Gebrauch zu machen.

    10 000 Euro sind für die Deckung der Kosten im Haushalt vorgesehen. "Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt. Zunächst läuft das Projekt für ein Jahr", so Wehrhahn.

    Das Taxiunternehmen rechnet mit der Samtgemeinde ab. Ob Kosten und Nutzen nach der "Pilotphase" dann tatsächlich in einem vernünftigen Rahmen stehen, müsse man dann eben sehen. Foto:pd

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an