AUETAL-REHREN (tt). Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für den Jugendtreff in Rehren kommen weitere Varianten ins Spiel. Nachdem der Jugend- und Sozialausschuss in seinen vorhergehenden Sitzungen den Ausbau der Kellerräume in der "Alten Molkerei" favorisierte, sind bei einigen Ratsmitgliedern wohl Zweifel über die Eignung dieser Räume geäußert worden, die nicht allein in den Kosten von rund 28.000 Euro zu suchen sind. Im Keller sind nur kleine Fenster vorhanden, durch die nur wenig Tageslicht in das Innere gelangt. Die Räume müssen also überwiegend mit künstlichen Lichtquellen auskommen. Zudem muss der Fluchtweg über mehrere Flure und Treppen geführt werden. Vorteil dieser Lösung wäre die zentrale Lage in Ortsmitte mit einer Busanbindung zu den Auetaler Ortschaften und bislang nicht genutzte würden einer sinnvollen Nutzung zugeführt. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses stellte die Verwaltung der Gemeinde Auetal nun zwei neue Möglichkeiten vor.
Es könnte eine Wohncontaineranlage auf einem noch festzulegenden, geeigneten Platz aufgestellt werden, für die ein Angebot über 26.000 Euro vorliegt. Es ist eine gebrauchte Anlage in der Größe von 60 Quadratmetern, die über Sanitäreinrichtungen, einen Flur und einen Aufenthaltsraum mit 44 Quadratmetern verfügt. Vorteil dieses Vorschlages wären die ausreichend großen Fenster, die Tageslicht zulassen und die ebenerdige Aufstellung des Containers.
Die Nachteile liefert die Verwaltung gleich mit, denn durch die Aufstellung der Wohnanlage werden gemeindeeigene Flächen gebunden und bedarf die Anlage einer und der Platz einer regelmäßigen Wartung und Pflege. Die dritte Variante erwies sich in der Sitzung nach längerer Diskussion als die zurzeit praktikabelste und preiswertete Lösung. Im Feuerwehrgerätehaus im Industriegebiet steht seit etwa einem Jahr die ehemalige Hausmeisterwohnung leer. Sie ist zirka 140 Quadratmeter groß, hat mehrere Räume, eine sanitäre Einrichtung und eine Einbauküche. Die Wohnung ist sofort nutzbar, es fehlt lediglich das Mobiliar. Umbaumaßnahmen und finanzielle Mittel sind nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil wäre, dass durch die Nutzung als Jugendtreff keine Störungen für die Nachbarschaft zu erwarten sind. Ein Nachteil wäre, durch eine mögliche Vermietung gingen der Gemeinde Mieteinnahmen von rund 5.000 Euro pro Jahr verloren.
Jürgen Menke von der Wählergemeinschaft (WGA) sieht in dem Vorschlag allerdings noch mehr Nachteile. "Die Räumlichkeiten befinden sich im 1. Stock, so dass behinderte Kinder oder Jugendliche die Einrichtung nur schwer erreichen können". Als Feuerwehrmann und stellvertretender Ortsbrandmeister erkennt Menke noch weitere Gefahren, wenn die Feuerwehr ausrücken muss. "Und jeder weiß, dass wir mehrmals in der Woche ausrücken". Torben Sven Schmidt von der CDU nahm seine Kritik an der Lage im Gewerbegebiet zurück, als von der Jugendpflegerin Ann-Marie Matthias und weiteren Ausschussmitgliedern gerade die Nähe zu einem Fast-Food-Restaurant ein Vorteil für den Jugendtreff sein könnte.
Jetzt ist der Verwaltungsausschuss der Gemeinde am Zuge, nachdem die dritte Variante (Feuerwehrhaus) bei einer Enthaltung der WGA auf eine breite Zustimmung traf. Foto: tt