1. "Elternwille wird zum Glücksspiel"

    SPD Nenndorf spricht sich vehement für Gesamtschule in Samtgemeinde Rodenberg aus

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    SAMTGEMEINDE NENNDORF (pd). Der Vorstand des SPD-Samtgemeindeverbandes Nenndorf unterstützt ausdrücklich die Forderungen in der Samtgemeinde Rodenberg auf Einrichtung einer Gesamtschule für den Bereich Nenndorf/Rodenberg. Diese Position wurde in einem gemeinsamen Gespräch der beiden SPD-Samtgemeindeverbände bekräftigt.

    "Die Schulpolitik der gegenwärtigen Landesregierung ignoriert mit ihrem starren Festhalten an dem Errichtungsverbot für Gesamtschulen den ausdrücklichen Willen der Eltern von gut 90 Kindern, die aus dem Nenndorfer/Rodenberger Raum allein in diesem Jahr ihr Kind an der IGS Schaumburg angemeldet haben", stellt der Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbandes Nenndorf, Dr. Udo Husmann in einer Presseerklärung fest. Die Landespolitik müsse den Schulträgern endlich wieder Freiräume für eine andere Schulentwicklungspolitik ermöglichen und Eltern Alternativen bieten zu einer frühen Aufteilung auf das dreigliederige Schulsystem ihrer zehnjährigen Kinder nach Klasse 4. Ankündigungen über ein eventuelles Handeln nach der Wahl würden nicht ausreichen. "Die Eltern erwarten jetzt verbindliche Zusagen, ohne Wenn und Aber", ergänzt Husmann. "Fast 80 Prozent der Anmeldungen zur IGS wurden in Schaumburg nicht berücksichtigt und das schulische Schicksal dieser Kinder gezwungenermaßen einem Losverfahren unterworfen", prangert Husmann an. Der freie Elternwille werde so zu einem reinen Glücksspiel. Nur mit einer weiteren Gemeinsamen Schule seien der Schulstandort Rodenberg und damit eine wohnortnahe Beschulung für alle Schüler/innen in dieser Wachstumsregion des Landkreises langfristig zu sichern.

    Die benötigten und gewünschten Schulen müssten zu den Menschen kommen und nicht die Schüler/innen mit Hilfe eines aufwendigen und teuren Schülertransports quer durch den Kreis zu den Schulen. Eine Schule für alle mit einem ausgeprägten System von individuellem Fördern und Fordern würde – wie internationale Vergleiche zeigen – nicht nur viel bessere Chancen für das einzelne Kind bieten, sondern auch viel stärker alle in der Gesellschaft vorhandenen, dringend benötigten Bildungsressourcen entfalten.

    "Alle, die mit der jetzigen Schulpolitik in Niedersachen unzufrieden sind, und alle, die mehr Elternwillen wollen, müssen bei der nächsten Landtagswahl SPD wählen. Nur so wird sich wirklich etwas ändern", stellt Udo Husmann in seiner Erklärung abschließend fest.

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