LINDHORST. Rund um die Tankstelle und das Gelände der Firma Hattendorf stauten sich die Einsatzfahrzeuge der Ortswehren aus den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Lindhorst. Die Feuerwehrleute probten den Ernstfall auf Veranlassung von Gemeindebrandmeister Manfred Kleine.
Unter Einsatz von Atemschutzgeräten und hydraulischem Werkzeug arbeiten die Männer an der Rettung der eingeklemmten Person.
Durch den Großeinsatz der Wehren in der Industriestraße kommt es zu leichten Behinderungen im abendlichen Straßenverkehr.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bot sich ihnen das folgende Bild: Auf dem Firmengelände hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet. Dabei war ein Lkw auf ein mit zwei Personen besetztes Auto aufgefahren. Der Pkw wurde dabei gegen einen Tanklastwagen gedrückt und zwischen den beiden Lkws eingekeilt. Fahrer und Beifahrer des Pkws wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Aus den Tankwagen lief, so das Übungsdrehbuch, Kraftstoff aus. Dieser verteilte sich großflächig über den Hof, so dass Explosionsgefahr bestand.
Mit einem Großaufgebot waren die Wehren vor Ort. In einem ersten Einsatzabschnitt retteten Feuerwehrkräfte wegen giftiger Dämpfe durch den ausgelaufenen Kraftstoff unter Einsatz von Atemschutzgeräten und mit hydraulischem Rettungsgerät die beiden Schwerverletzten aus dem Auto. Die Einsatzkräfte in einem zweiten Abschnitt waren beauftragt, das Eindringen des auslaufenden Kraftstoffs in die Kanalisation zu verhindern. In einem dritten Abschnitt war den Feuerwehrkräften die Aufgabe gestellt, eine Explosion des auslaufenden Kraftstoffs zu verhindern. Dazu legten sie bei windigem Wetter einen Schaumteppich aus und prüften durch Messungen, ob sich ein explosives Gemisch gebildet hatte. Die Einsatzleitung stellte zudem einen Rettungstrupp mit einem speziellen Hitzeschutzanzug bereit, der im Notfall Menschen retten kann. Zum Einsatz kam ebenfalls ein Einsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes. Dessen Besatzung kümmerte sich um die Erstversorgung der schwerverletzten Personen. Nach neunzig Minuten war die Übung beendet und die Verantwortlichen konnten sich zu einer ersten Auswertung des Übungsablaufs zusammensetzen. Foto: privat