AUETAL (tt). In der nächsten Ratssitzung der Gemeinde Auetal im Dezember könnte es zu einer "Kampfabstimmung" kommen. Mit 4:3 Stimmen hat sich die SPD in der jüngsten Verwaltungsausschusssitzung zwar knapp durchsetzen können, doch nun muss der Rat der Gemeinde noch abstimmen. Es geht um die Anschaffung von drei neuen Transportfahrzeugen für Kinder und Jugendliche der Ortsfeuerwehren (wir berichteten), die vom Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold gefordert worden. Im Verwaltungsausschuss wurde nun der Kauf von zwei Fahrzeugen durchgesetzt und ein weiteres im Haushalt 2008 vorgemerkt. Bei Bedarf sollen die Fahrzeuge auch für die offene Jugendarbeit eingesetzt werden. Hier hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen zwischen der SPD auf der einen Seite und der WGA und der CDU auf der anderen Seite gegeben. CDU und WGA hätten mit der Anschaffung gern noch einige Jahre gewartet, bis sich der Haushalt weiter konsolidiert hat und der genaue Bedarf ermittelt wurde. "Nun müssen wir einen Rattenschwanz befürchten, denn die Anschaffung der Fahrzeuge hat Begehrlichkeiten bei den anderen Auetaler Vereinen geweckt", so der Auetaler CDU-Vorsitzende und Ratsherr Friedrich Gärling. So soll bereits ein Antrag der DLRG Rolfshagen vorliegen, die sich ebenfalls für die Jugendarbeit ein Transportfahrzeug wünscht. Insgesamt dürfen die beiden Fahrzeuge 30.000 Euro kosten. Über diese Summe muß nun in der Ratssitzung am 10. Dezember als überplanmäßige Haushaltsüberschreitung im Vermögenshaushalt abgestimmt werden. Die SPD ist nun bemüht, alle Fraktionsmitglieder "an Bord" zu haben, damit keine unvorhergesehene Abstimmungsschlappe passiert. Von der Ratsmitgliedern der WGA und CDU wird eine ablehnende Haltung oder Stimmenenthaltung erwartet. Bürgermeister Thomas Priemer war bereits vor der Abstimmung im Verwaltungsausschuss um einen Kompromiss bemüht. Um die offene Jugendarbeit zu unterstützen, dürfen Vereine und Gruppen den gemeindeeigenen "Bulli" nutzen und soll ein auslaufender Leasingvertrag für ein Dienstfahrzeug nicht verlängert werden, um Mittel für ein weiteres Transportfahrzeug frei zu bekommen. Alle Verantwortlichen im Rat und in der Verwaltung der Gemeinde Auetal sind sich einig, für den sicheren Transport der Kinder mit geeigneten Gurtsystemen sorgen zu müssen, auch wenn Ausnahmeregelungen im Feuerwehrwesen dies zulassen würden. Foto: tt
Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold bekommt für seine Feuerwehren erst einmal zwei neue Fahrzeuge.