AUETAL/RODENBERG (tt). Gemeinsam mahnen in einem Pressegespräch Auetals Bürgermeister Thomas Priemer und Rodenbergs Gesamtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann den Ausbau der Landestraße 439 zwischen Antendorf und Pohle an.
"Bereits im Januar 2003 ist die Plangenehmigung zur Erneuerung der Straße erteilt worden und sind Haushaltsmittel des Landes für den Ausbau bereitgestellt worden", so Thomas Priemer, der sich mit seinem Bürgermeister-Kollegen einig ist, dass nun endlich etwas geschehen muss. "Wie wir alle wissen, ist gerade diese Landesstraße im Zuge der Baumaßnahmen auf der Bundesautobahn A2 als wichtige Umleitungsstrecke ausgewiesen", so Heilmann weiter, der die Folgen beschreibt, wenn weiterhin an der Straße nichts getan wird.
"Hier tickt eine Zeitbombe, die viel Geld kostet, denn die Folgeschäden werden immer größer", sind sich beide Politiker einig. Beide können verstehen, dass die Landesregierung vor den Wahlen die Schulden so niedrig wie möglich halten will, doch bitte schön nicht zu Lasten der Bürger, die mit diesem Missstand leben müssen und sich bei den katastrophalen Straßenverhältnissen Gefahren aussetzen.
Die Landesregierung habe in den 90er Jahren viel Geld für Planungen ausgegeben und nur wenig davon bis heute umgesetzt. Lediglich der Abschnitt zwischen Rehren und Antendorf ist mit einer "kleinen" Lösung saniert und mit einem Radweg fertiggestellt worden. Bei der so genannten kleinen Lösung wird auf einen umfangreichen und teuren Straßenunterbau verzichtet. Hier wird der Belag auf mehrere Zentimeter abgetragen, die Straße begradigt, neu geteert und die Seitenränder befestigt. Auetals Bürgermeister könnte, damit überhaupt etwas passiert, mit dieser Maßnahme leben. Beide Bürgermeister hoffen nun auf einen milden Winter, der die Unfallhäufigkeit auf der Autobahn in Grenzen hält, denn weiterer Schwerlastverkehr auf der vielbefahrenen Umleitungsstrecke wird die Landesstraße kaum noch verkraften können. Dann helfen auch keine Verkehrsschilder mehr, die jetzt schon auf die gravierenden Schäden an der Straße, aber ganz besonders auf die "Untiefen" im Randstreifen Aufmerksam machen. Foto: tt
Mit Schildern warnt die Straßenbaubehörde schon heute vor Schäden auf der Straße.
Bürgermeister Thomas Priemer (li.) und Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann fordern den Ausbau der Landesstraße .