BAD NENNDORF (pd). Das neue Bürgerbüro im Bad Nenndorfer Rathaus steht ab sofort Ratsuchenden, Antragstellern und Interessierten zur Verfügung. Mit einer kleinen Feierstunde eröffnete Samtgemeinderatsbürgermeister Bernd Reese die neue Anlaufstelle, die über eine separate Nebentür links neben dem Rathaus-Haupteingang zu erreichen ist. Mit erweiterten Öffnungszeiten und einem vergrößerten Aufgabenkatalog soll das Bürgerbüro ab sofort Anlaufstelle für die Bürger der Samtgemeinde sein, die vorwiegend Aufgaben aus dem Meldewesen erledigt haben möchten. Der Servicekatalog des Bürgerbüros wird sich nach den Worten des Verantwortlichen André Lutz im Laufe der kommenden Monate noch erheblich erweitern.
Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese (v.l.) wünscht dem neuen Bürgerbüro-Team mit Ursula Speidel, Martin Schmidtke und Ines Meyer einen guten Start. Zum Mitarbeiterkreis zählen aus Sigrun Wehling und Annegret Sparer.
Nachdem das Bürgerbüro in der Fußgängerzone wegen des Abrisses des alten Ceha-Bock-Gebäudes am 31. Dezember 2006 nicht mehr zur Verfügung stand, mussten Verwaltung und Politik nach neuen Lösungen suchen. Das Serviceangebot sollte unbedingt gehalten werden, wie Reese in einer kurzen Ansprache zur Eröffnung betonte.
Eine Übergangszeit konnte im Sitzungssaal des Rathauses überbrückt werden. Mit der Herrichtung der vorhandenen Räumlichkeiten im ehemaligen Einwohnermeldeamt findet der Bürger jetzt eine neue Anlaufstelle, die mit neuester Technik ausgestattet ist und so auch eine Vernetzung mit den Fachämtern im Rathaus ermöglicht.
Fünf Mitarbeiter gehören zum Bürgerbüro-Team, dabei wurde eine Neueinstellung vorgenommen. 29 Stunden in der Woche ist das Bürgerbüro geöffnet, das vom Samtgemeindebürgermeister als "Dienstleistungszentrum der Samtgemeinde Nenndorf" gesehen wird.
Das Großraumbüro strahlt nach Reeses Einschätzung eine ansprechende Atmosphäre aus. Frische Farbe an den Wänden und ein neuer Bodenbelag seien dringend notwendig gewesen. "Service ist auch Imagesache", ist der Verwaltungschef überzeugt. Um Bürgernähe und Transparenz zu erreichen, biete das neue Bürgerbüro fachkundiges und freundliches Personal. Ziel sei eine optimale Kundenorientierung. Man werde Kritik und Anregungen interessiert aufnehmen und systematisch auswerten. Die Einrichtung des neuen Bürgerbüros sei Teil einer "gelebten Demokratie", so Reese weiter.
Rund 30 000 Euro hat die Einrichtung der neuen Service-Stelle im Rathaus gekostet. Allein für die neue Zwischentür mussten 10 000 Euro ausgegeben werden. Der Umbau ist vom Bauamt begleitet worden. Mitarbeiter des Bauhofes waren bei der Ausführung einiger Arbeiten beteiligt.
Neben der separaten Eingangstür prangt deutlich sichtbar ein Schild mit dem Hinweis auf das neue Bürgerbüro an der Rodenberger Allee. Um die Ausstattung zu komplettieren, wünscht sich Reese noch einen Info-Tresen und eine neue Außentür. "Das war bei der uns zur Verfügung stehenden Summe nicht zu bezahlen", gibt Bernd Reese gerne zu und hofft mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen auf weitere Mittel, um das Bürgerbüro noch besser ausstatten zu können.
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